Finanzindustrie - CFT erzielt im Halbjahr weniger Gewinn

Die Compagnie Financière Tradition (CFT) hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres bei einem rückläufigen Umsatz und hohen Finanzkosten weniger Gewinn erzielt.
01.09.2017 07:34
Ufer des Genfersees in Lausanne, wo die CFT ihren Sitz hat.
Ufer des Genfersees in Lausanne, wo die CFT ihren Sitz hat.
Bild: cash

Der Reingewinn nach Abzug der Minderheiten sank um 6,5 Prozent auf 27,4 Mio CHF. Dabei belasteten Finanzkosten in Höhe von 4,7 Mio (VJ 0,1 Mio) das Ergebnis, wie der Lausanner Finanzintermediär am Freitag mitteilt. Der operative Gewinn stieg dagegen um 8,7 Prozent auf 37,2 Mio, wobei sich in Lokalwährungen gar ein Plus von 10 Prozent ergibt.

Bereits bekannt war der Umsatz. Dieser sank um 3,3 Prozent auf 411,4 Mio CHF, wie CFT Ende Juli mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen entspricht der Rückgang einem Minus von 0,6 Prozent. Die Gruppe habe dabei vor allem unter dem Einfluss des schwachen britischen Pfund nach dem Brexit-Votum gelitten, heisst es.

Der bereinigte Umsatz aus dem Interdealer-Brokergeschäft (IDB) sank um 2,0 Prozent auf 431,6 Mio, stieg aber in Lokalwährungen um 0,8 Prozent an. Derweil brach das Devisenhandelsgeschäft für Privatanleger in Japan (Non-IDB) um 29 Prozent auf 14,1 Mio ein. Der japanische Markt weise insbesondere mit Blick auf den Yen eine tiefe Marktvolatilität auf, so CFT.

In der Bilanz setze man weiterhin auf eine starke Kapitalposition. Das konsolidierte Eigenkapital wird mit 363,4 Mio CHF nach 380,3 Mio Ende 2016 ausgewiesen. Vom Eigenkapital seien 349,1 Mio den Aktionären zurechenbar. Die Cash-Position belaufe sich inklusive Finanzanlagen und abzüglich der Schulden per Ende Juni auf 112,9 Mio nach zuvor 143,2 Mio.

In der zweiten Jahreshälfte werde sich CFT weiterhin auf die Suche nach externen und organischen Wachstumschancen fokussieren, heisst es im Ausblick. Dabei soll das Produktportfolio weiter verbessert werden.

(AWP)