Franken stegt auf Drei-Monats-Hoch zum Euro

Die Angst vieler Anleger vor einem möglichen EU-Austritt Grossbritanniens hat dem Franken zu einem neuerlichen Höhenflug verholfen.
13.06.2016 10:56
Die 1000er-Note der Schweiz. Der Franken ist wieder stärker gefragt bei Investoren.
Die 1000er-Note der Schweiz. Der Franken ist wieder stärker gefragt bei Investoren.
Bild: iNg

Am Montag erreichte die Schweizer Währung zum Euro den höchsten Stand seit gut drei Monaten: Ein Euro kostete nur noch 1,0838 Franken. Vor einer Woche notierte die Gemeinschaftswährung noch bei rund 1,11 Franken.

"Es sind weiterhin die Befürchtungen über einen Brexit am 23. Juni, welche zu den Gewinnen beim Franken führen", erklärten die Analysten der Zürcher Kantonalbank. Ein Absturz des Euro im Vergleich zum Franken sei jedoch nicht zu befürchten. Die Schweizer Notenbank würde das mit Stützungskäufen verhindern, erklärten die Experten.

Die Währungshüter kämpfen mit Negativzinsen und Stützungskäufen gegen den steigenden Franken - denn dieser schwächt die exportorientierte Schweizer Wirtschaft. Die Währung gilt bei vielen Investoren als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten - und ist daher in Zeiten turbulenter Finanzmärkte stets gefragt.

Der starke Franken mache die für Donnerstag angesetzte vierteljährliche Lagebeurteilung der Schweizer Notenbank "etwas aufregender", schrieb Julius-Bär-Währungsexperte Jürg Mettler. Zwar werde die SNB nicht an der Zinsschraube drehen. Der Höhenflug des Franken könnte die SNB jedoch dazu veranlassen, stärker am Devisenmarkt zu intervenieren, um einen weiteren Wertzuwachs zu verhindern. 

Das könnte bereits am Montagmorgen geschehen sein. Ab 9:40 Uhr schob sich der Franken-Euro-Kurs wieder auf 1,0880.

(Reuters/cash)