Franken steigt auf Zwei-Monate-Hoch gegen Euro

Wegen der Ängste vor einer neuen Bankenkrise in Europa wertet sich der Franken gegen den Euro auf.
30.09.2016 10:48
Von Daniel Hügli
Der Franken legt gegen den Euro zu.
Der Franken legt gegen den Euro zu.
Bild: Bloomberg

Der Franken erreichte am Freitagmorgen einen Wert von 1,0810 pro Euro. Das ist der höchste Stand seit zwei Monaten. Am Donnerstag war die Gemeinschaftswährung noch für 1,09 Franken zu haben. Und vor zwei Wochen erreichte das Währungspaar noch einen Stand von fast 1,10.

Es ist möglich, dass die Schweizerische Nationalbank auf dem Niveau von knapp über 1,08 bereits am Devisenmarkt eingegriffen hat. Sie hatte letztmals nach dem Brexit-Votum in einem aussergewöhnlichen Schritt erklärt, sie habe in den Devisenmarkt eingegriffen, um den Franken zu schwächen. Die SNB will verhindern, dass der Franken zum Euro weiter aufwertet, denn ein starker Franken ist Gift für die exportorientierte Schweizer Wirtschaft. Die Schweizer Währung gilt als "sicherer Hafen" und ist daher bei Anlegern in turbulenten Zeiten besonders gefragt.

Auslöser für den jüngsten Franken-Anstieg sind Ängste vor einer neuen Bankenkrise als Ursache für die jüngste Frankenstärke. In den vergangenen Tagen haben vor allem Sorgen über die Kapitaldecke der Deutschen Bank Spekulationen über mögliche Staatshilfen für das Institut und Befürchtungen vor einer Bankenkrise in Deutschland oder gar in ganz Europa aufkommen lassen. Bereits im Frühjahr waren Europas Institute an den Märkten gehörig unter Druck geraten. Der Fokus lag damals auf Italiens Banken.