Franken verharrt auf Zehn-Monats-Hoch

Die Schweizer Währung ist nach der sprunghaften Aufwertung gegen den Euro am Vortag auch am Freitag fest.
28.02.2014 08:02
Von Daniel Hügli
Der Franken ist wieder gefragt.

Der Franken stand am Freitag gegen den Euro bei 1,2168. Das ist der höchste Stand seit Mitte April 2013. Bereits am Donnerstagnachmittag hatte die Schweizer Währung einen Kurs von 1,2154 erreicht.

Wegen der Krise in der Ukraine suchen Investoren den Franken derzeit wieder als sichere Anlage. Anleger fürchteten ein militärisches Eingreifen Russlands im osteuropäischen Land. Russland hatte nach der Armee zuletzt auch Teile der Luftwaffe in Alarmbereitschaft versetzt und gewarnt, die Rechte seiner Landsleute auf der Halbinsel Krim "stark und kompromisslos" zu verteidigen. Die Krise in der Ukraine hat die Anleger auch in den sicheren Hafen Yen getrieben.

Der Franken bewegte sich schon längere Zeit um das Niveau von 1,22 pro Euro, weil einige Marktbeobachter davon ausgehen, dass die Europäische Zentralbank an ihrer Sitzung nächste Woche die Zinsen senken könnte.

"In der Eurozone bleiben Erwartungen präsent, wonach die Europäische Zentralbank in der kommenden Woche eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschliesst", schreibt der Ökonom Ralf Umlauf von der Helaba in einem Kommentar, den Bloomberg zitiert. "Da sich die EZB bis zuletzt trotz verbesserter konjunktureller Perspektiven alle Handlungsoptionen offen gehalten hat, schießen die Spekulationen ins Kraut."