Frankenstärke - Studie: Schweizer Industrie hat Frankenschock noch nicht verdaut

Viele Schweizer Industrieunternehmen spüren den starken Franken noch immer. So bezeichneten in einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY nur 52 Prozent der Firmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut.
20.03.2017 09:02
Vor allem die Industrie spürt den im Vergleich zu anderen Währungen "teuren" Franken.
Vor allem die Industrie spürt den im Vergleich zu anderen Währungen "teuren" Franken.
Bild: Bloomberg

In den anderen Branchen - Life Sciences (79 Prozent), Dienstleistungen (63 Prozent), Bau/Energie (58 Prozent) und Handel (57 Prozent) - sei der Anteil zum Teil deutlich höher, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Der Anteil der Industrieunternehmen, die sich in einem kritischen Zustand befinden, erhöhte sich derweil auf 12 Prozent von 8 Prozent - dies sei der höchste Wert aller Branchen.

Für die unmittelbare Zukunft zeigten sich die Industrie-Unternehmen jedoch zuversichtlicher als in früheren Umfragen. So gehen laut den Angaben 37 Prozent von einer Verbesserung der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten aus. Nur die Life-Sciences-Branche (52 Prozent) sei noch optimistischer gestimmt, schreibt EY dazu. Als Hauptrisiko gilt dabei nach wie vor der starke Franken: Zwei Drittel der befragten Firmen sehen in ihm unverändert die grösste Gefahr für die Entwicklung ihres Unternehmens.

An der Umfrage nahmen laut den Angaben 202 nicht-börsenkotierte Industrie-Unternehmen aus der ganzen Schweiz mit 30 bis 2'000 Mitarbeitern teil. Durchgeführt wurde die Befragung im letzten Dezember.

(AWP)