Frankreich dringt auf rasche Brexit-Verhandlungen

Frankreich dringt auf rasche Verhandlungen über den Austritt Grossbritanniens aus der EU.
25.06.2016 10:46
EU- und Frankreich-Flagge auf dem Dach des Opernhauses in Paris (Aug. 2012)
EU- und Frankreich-Flagge auf dem Dach des Opernhauses in Paris (Aug. 2012)
Bild: Bloomberg

Dies liege im gemeinsamen Interesse, sagte Außenminister Jean-Marc Ayrault am Samstag. Die EU-Mitgliedstaaten müssten die Bestimmung der EU neu definieren, andernfalls drohe ein Erstarken populistischer Strömungen. Auch Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau sagte, die Gespräche mit Großbritannien müssten so rasch wie möglich stattfinden. Es gehe darum, Unsicherheiten zu begrenzen, sagte er dem Hörfunksender France Inter.

Ayrault äußerte sich vor einem Treffen mit seinen Kollegen der anderen fünf EU-Gründerstaaten in Berlin. Bei den Beratungen solle es nicht zu sehr um deutsch-französische Vorschläge gehen, die eine flexiblere EU vorsehen. "Es gibt bereits ein Europa der zwei Geschwindigkeiten", sagte der Außenminister. In dem Plan wird anerkannt, dass manche EU-Staaten den Weg einer immer engeren Union nicht in allen Schritten mitgehen wollten.

Geladen zu dem Treffen sind die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und der Benelux-Länder. Sie sind die Gründerstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), der Vorläuferin der EU. Die Wähler Großbritanniens hatten sich am Donnerstag in einem Referendum für den Austritt aus der EU entschieden.

(Reuters)