Freundlicher Wochenbeginn im SMI

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich zu Wochenbeginn von seiner freundlichen Seite. Allerdings sind die Gewinne, verglichen mit den Aufschlägen zum Wochenschluss, deutlich moderater.
14.03.2016 13:05
Freundlicher Wochenbeginn im SMI
Bild: ZVG

Mit insgesamt vier Notenbanken in den kommenden Tagen auf der Agenda positionierten sich Investoren bereits im Vorfeld, heisst es im Handel. Für den Schweizer Markt ist vor allem der kommende Donnerstag ausschlaggebend, wenn die Schweizerische Nationalbank ihre Lagebeurteilung abgibt.

Volkswirte gehen derzeit überwiegend davon aus, dass sie dieses Mal am Status quo festhalten wird. Das liege nicht zuletzt an der EZB, die in der vergangenen Woche mit ihren Massnahmen den Handlungsdruck für die SNB nicht verschärft habe, da es in der Folge nicht zu einer deutlichen Franken-Aufwertung gekommen ist, kommentieren Marktteilnehmer. Darüber hinaus läuft Berichtssaison auf Hochtouren: In den nächsten Tagen werden mehr als 30 Unternehmen Jahres- respektive Quartalsergebnisse vorlegen. Den Auftakt haben an diesem Morgen bereits Aryzta und Helvetia gemacht.

SMI verharrt über 8000 Punkte

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12.10 Uhr 0,43% höher bei 8'032,76 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,39% auf 1'239,46 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,46% auf 8'507,81 Punkte. Von den 30 SMI/SLI-Titeln liegen 20 im Plus und 10 im Minus.

In diesem insgesamt freundlichen Umfeld stechen die Kursverluste der Aryzta-Aktien (-7,8%) nach den Halbjahreszahlen um so deutlicher hervor. Der Backwaren-Konzern ist nach einer längeren Periode mit Rückgängen zu organischem Wachstum zurückgekehrt. Allerdings scheinen Marktakteure eher verschnupft auf die Erwartungen für die Margen zu reagieren heisst es im Handel. Denn mit den Zahlen erfüllt das Unternehmen sie.

Der nächstgrössere Verlierer sind die Anteilsscheine der ohnehin volatilen Transocean (-2,3%). Für die Papiere des Ölplattform-Betreibers hat mit dem heutigen Tag die letzte Handelswoche im SMI begonnen. Die Aktien werden hernach per Ende März von der Schweizer Börse dekotiert und sind nur noch in New York handelbar.

Der Baustoffhersteller Sika (-0,3%) liefert dagegen wegen der geplanten Übernahme durch Saint-Gobain einmal mehr Gesprächsstoff. So haben die Familie Burkard und der französische Konzern die Verkaufsvereinbarung für die Mehrheit an Sika bis Mitte 2017 verlängert. Zudem erhält Saint-Gobain das Recht, die Vereinbarung bis Ende 2018 zu verlängern. Durch die verlängerte Vereinbarung zwischen Saint-Gobain und der Familie Burkard könnten Gedankenspiele vorerst begraben werden, dass Saint-Gobain die Geduld verlieren und ihre Übernahmepläne aufgeben könnte, heisst es im Handel.

Beim Blick auf die SLI-Gewinnerliste lässt sich kein klarer Trend ausmachen. Investoren greifen bei den unterschiedlichsten Branchenvertretern wie Galenica (+2,2%) LafargeHolcim (+2,1%) und Lonza (+1,8%) zu. LafargeHolcim und Galenica gehören dabei zu jenen Unternehmen, die in den kommenden Tagen noch Zahlen vorlegen.

Mit den Anteilsscheinen von Roche (+1,3%), Actelion (+0,9%) und Sonova (+0,6%) und Novartis (+0,4%) sind einige Vertreter der Gesundheitsbranche gefragt. Das dritte SMI-Schwergewicht, Nestlé (-0,2%), hinkt derweil hinterher.

Banken uneinheitlich

Bei den Bankaktien ist kein einheitlicher Trend auszumachen. So legen UBS (+0,5%) zu, Julius Bär (+0,1%) halten sich knapp im Plus und die Anteilsscheine der CS verzeichnen nach anfänglichen Gewinnen nun Verluste von 0,5%.

Im breiten Markt legte Helvetia (+0,3%) am Morgen laut Analysten-Kommentar sehr solide Zahlen vor. Der Versicherer ist 2015 dank Übernahmen kräftig gewachsen und schüttet mehr Dividende aus.

Der Anlagenbauer Schlatter (+2,4%) hat 2015 wie angekündigt tiefer in den roten Zahlen beendet. Umsatz und Auftragseingang hatte das Unternehmen bereits im Januar publiziert. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen, mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis anzustreben bei steigendem Nettoerlös.

(AWP)