Führende Hedgefonds reduzieren Wetten gegen Deutsche Bank

Zwei führende Hedgefonds haben ihre Spekulationsgeschäfte auf einen fallenden Kurs der Deutschen Bank zurückgefahren.
07.10.2016 06:12
Die Deutsche Bank steht derzeit in der Kritik. Bild: Eingang der Deutschen Bank.
Die Deutsche Bank steht derzeit in der Kritik. Bild: Eingang der Deutschen Bank.
Bild: Bloomberg

Der britische Fonds Marshall Wace meldete zuletzt eine Leerverkaufsposition von 0,88 Prozent der Deutsche-Bank-Aktien. Ursprünglich waren es 1,03 Prozent. Discovery Capital Management aus den USA reduzierte die Wetten gegen Deutschlands grösstes Geldhaus auf 0,1 Prozent nach einem Höchststand von 0,61 Prozent. Beide begannen im Verlauf der vergangenen Woche mit der Auflösung ihrer Positionen, was auf wachsendes Vertrauen in das Institut hindeuten könnte. Die Hedgefonds wollten sich zu ihren Beweggründen nicht äussern.

Daten des Markit-Instituts zufolge könnte das Vorgehen der Fonds, die stark gegen die Deutsche Bank gewettet hatten, einen Trend in der Branche widerspiegeln. So sanken die Leerverkaufspositionen am Mittwoch insgesamt auf 5,34 Prozent der Deutsche-Bank-Aktien nach einem Höchststand von 6,39 Prozent am Dienstag. Bei Leerverkäufen leihen sich Investoren Aktien und verkaufen sie sofort. Sie hoffen, die Papiere bis zum Rückgabetermin billiger zurückkaufen und die Differenz als Gewinn einstreichen zu können.

Der Hedgefonds Marshall Wace hatte mit seinen Leerverkäufen in den vergangenen Wochen Schlagzeilen gemacht. Inzwischen hat er sich die Commerzbank als Ziel seiner Spekulationen auf fallende Aktienkurse ausgesucht. Die Deutsche Bank hat derzeit an mehreren Fronten mit Problemen zu kämpfen.

(Reuters)