Galenica treibt Aufspaltung voran

Der Berner Gesundheitskonzern Galenica treibt seine Aufspaltung mit neuer Führungsstruktur weiter voran. Zudem gibt er ein Update zu den eigenen Geschäftsprognosen.
06.10.2016 07:40
Galenica wird in einen Pharma und einen Apotheken-Teil aufgeteilt.
Galenica wird in einen Pharma und einen Apotheken-Teil aufgeteilt.
Bild: ZVG

Der Verwaltungsrat der Galenica Gruppe hat Stefan Schulze, zurzeit CEO von Vifor Fresenius Medical Care Renal Pharma (VFMCRP), zum Chief Operating Officer (COO) und Direktionspräsidenten von Vifor Pharma designiert. Diese Funktion soll er ab der Generalsversammlung im Mai 2017 übernehmen. Zudem hat der VR Felix Burkhard per 1. Januar 2017 zum CFO der Galenica Gruppe ernannt, wie aus einer Medienmitteilung vom Donnerstag hervorgeht.

Bis zur Generalversammlung 2017 wird laut Mitteilung Gianni Zampieri weiterhin die operative Leitung von Vifor Pharma verantworten und Schulze sukzessive in die verschiedenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten einarbeiten. Gleichzeitig werde sich Schulze um seine Nachfolge als CEO bei VFMCRP kümmern. Zampieri wiederum soll den Aktionären anlässlich der nächsten Generalversammlung zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen werden.

Burkhard wiederum löst mit Beginn des neuen Jahres dann Jörg Kneubühler ab, der seit 2014 als CFO Galenica Gruppe und CEO Galenica Santé eine Doppelfunktion verantwortet hat und sich mit dieser Übergabe künftig vollumfänglich auf seine Funktion als CEO Galenica Santé konzentrieren wird.

"Mit dieser Wahl wird die Führung von Vifor Pharma zwei Persönlichkeiten anvertraut, die das einzigartige Geschäftsmodell von Vifor Pharma sehr gut kennen und die zu seiner Entwicklung beigetragen haben", heisst es in der Mitteilung weiter.

Update Ausblick

Zudem informiert Galenica über das Anfang September in Aussicht gestellte Guidance-Update für das laufende Geschäftsjahr 2016. Der kombinierte EBIT von Vifor Pharma werde um rund 120 Mio CHF tiefer ausfallen, statt der zuvor prognostizierten rund 80 Mio CHF, heisst es. Die bisherige Prognose, dass der EBIT von Vifor Pharma auf vergleichbarer Basis ohne Relypsa um 10% steigen soll, wird beibehalten.

Ebenso wird die bisherige Prognose bestätigt, dass sich der Reingewinn der Gruppe auf vergleichbarer Basis 2016 sowohl vor als auch nach Abzug von Minderheiten um rund 10% erhöhen wird.

Die Prognose, dass der Reingewinn der Gruppe aufgrund der Investitionen zur Ankurbelung der Verkäufe von Veltassa um rund 90 Mio CHF reduziert wird, bleibe trotz des früheren Abschlusses der Akquisition von Relypsa unverändert aufgrund der Aktivierung von latenten Steuerforderungen, wie es heisst.

(AWP)