Geberit profitiert vom Bauboom

Das Sanitärtechnikunternehmen Geberit hat im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatzwachstum oberhalb der eigenen und auch der Erwartungen der Analysten erzielt.
17.01.2017 07:09
Der Hauptsitz von Geberit in Rapperswil-Jona.
Der Hauptsitz von Geberit in Rapperswil-Jona.
Bild: zvg/Geberit

Der Umsatz nahm um 8,3% auf 2,81 Mrd CHF zu, akquisitions- und währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 6,4%. Die im Umsatz enthaltenen Währungseinflüsse waren positiv und erreichten 18 Mio CHF, wie Geberit am Dienstag mitteilt. Die EBITDA-Marge dürfte ebenfalls leicht besser ausfallen als bisher prognostiziert. Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 2,79 Mrd CHF.

Das Wachstum sei auf eine überzeugende Entwicklung in vielen Märkten und einen vor allem im dritten Quartal wirksamen Abbau eines Lieferrückstands im Dusch-WC-Geschäft zurückzuführen, so Geberit. Zudem habe sich das Marktumfeld in der Bauindustrie in einigen Märkten im Vorjahresvergleich verbessert. Die mit der Übernahme der skandinavischen Sanitec verbundene Integration des Keramikgeschäfts habe zudem früher als erwartet Umsatzsynergien gebracht und so die Verkäufe zusätzlich gestützt.

Das Wachstumstempo hat sich im vierten Quartal entgegen den Erwartungen wieder etwas beschleunigt. Der Umsatz erreichte im Schlussquartal 636,6 Mio CHF, entsprechend einem währungsbereinigten organischen Wachstum von 6,3%. Nach Wachstumsraten von 3,1 und 10,0% in den ersten beiden Quartalen hatte sich im dritten noch ein Plus von 6,0% ergeben.

Gewinnzahlen folgen im März

Die europäischen Märkte legten im Gesamtjahr insgesamt in lokalen Währungen und organisch um 6,8% auf 2,57 Mrd CHF zu. Dabei verzeichnete der wichtigste Markt Deutschland ein Plus von 4,7%, während sich im Heimmarkt Schweiz eine Zunahme um 6,4% ergab. Zweistellige Wachstumsraten ergaben sich in der nordischen Region, in Zentral- und Osteuropa sowie in Österreich.

Währungsbereinigt wuchsen bei den Produktbereichen die Sanitärsysteme um 9,2%, die Rohrleitungssysteme um 2,5% und der Bereich Sanitärkeramik um 4,9%.

Mit Blick auf das Ergebnis heisst es, dass aufgrund von Synergien aus der Integration des Sanitec Geschäfts, des Volumenwachstums und tieferer Rohmaterialpreise eine deutlich über dem Vorjahr liegende adjustierte operative Cashflow-Marge (EBITDA-Marge) für das Gesamtjahr von rund 28,5% zu erwarten sei. Die bisherige Prognose für diese Marge lag bei "rund 28%. Die Gewinnzahlen sowie den vollständigen Geschäftsbericht wird Geberit am 14. März 2017 veröffentlichen.

(AWP)