Geberit trifft die Erwartungen

Der Sanitärtechniker Geberit erzielt im zweiten Quartal einen Gewinn, der die Prognosen des Marktes trifft. Die Aktie gibt leicht nach.
12.08.2014 09:10
Geberit-CEO Albert Baehny.
Geberit-CEO Albert Baehny.
Bild: cash

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat im ersten Halbjahr 2014 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7,1% auf 1,26 Mrd CHF gesteigert, währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 8,6%. Der EBITDA erhöhte sich um 14% auf 353,9 Mio und der EBIT um 17% auf 315,6 Mio. Die EBITDA-Marge legte um 1,7 Prozentpunkte auf 28,2% zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilt. Sie liegt damit weiter über der anvisierten Bandbreite von 23 bis 25%, aber leicht unter dem ersten Quartal 2014, wo sie auf 28,5% zu liegen kam. Der Reingewinn stieg um 17% auf 272,7 Mio CHF.

Damit hat Geberit die Erwartungen der Analysten ziemlich genau erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,26 Mrd CHF, für den EBITDA bei 358 Mio, für den EBIT bei 317 Mio und für den Reingewinn bei 275 Mio.

Im frühen Handel in Zürich notiert die Aktie von Geberit 0,3 Prozent im  Minus.

Die "überzeugenden Umsatzzahlen" im ersten Semester würden auf der guten Positionierung in vielen Märkten beruhen. Zudem hätten die Wetterbedingungen die Bauindustrie in weiten Teilen Europas und die vergleichsweise schwächeren Vorjahreszahlen die Umsatzentwicklung begünstigt. Dabei erreichte das währungsbereinigte Wachstum im zweiten Quartal 6,2%, womit sich das Wachstumstempo gegenüber dem ersten Quartal (+11,0%) wie erwartet wieder etwas verlangsamt hat.

Die Hauptkonzernregion Europa legte währungsbereinigt um 8,4% zu, wobei praktisch alle Märkte zum Wachstum beigetragen haben. Zweistellig war das Wachstum in Grossbritannien/Irland, Zentral- und Osteuropa sowie im wichtigsten Markt Deutschland (+11%). Als "erfreulich" sieht Geberit das Wachstum in der Schweiz (+9%).

Nahost/Afrika verzeichnete ein Plus von 17%, Amerika ein solches von 5,5%. In der Region Fernost/Pazifik legten die Verkäufe um 12% zu. Der Bereich Rohrleitungssysteme (+9,9%) wuchs insgesamt stärker als der Bereich Sanitärsysteme (+7,6%).

Für das Gesamtjahr 2014 rechnet Geberit mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum am oberen Ende der Zielspanne von 4 bis 6% sowie mit einer EBITDA-Marge leicht über dem Vorjahr (25,9%). Bei der Präsentation der Erstquartalszahlen von Ende April hiess es, dass erneut mit einem anspruchsvollen Geschäftsjahr zu rechnen sei, dass man aber überzeugt sei, "wiederum solide Resultate erwirtschaften zu können". Diese Einschätzung wird in der heutigen Mitteilung bestätigt.

(AWP)