Gefahr einer BlaseUBS-Immobilienblasenindex weiter in Risikozone

Die Gefahr einer Blase auf dem Schweizer Immobilienmarkt bleibt unverändert hoch.
03.02.2017 09:08
Immer noch beliebt: Wohnungen in Altbauten.
Immer noch beliebt: Wohnungen in Altbauten.
Bild: iNg

Das zeigt der UBS-Immobilienblasenindex, der im vierten Quartal gegenüber dem revidierten Wert des Vorquartals minim zulegte und damit bei 1,35 Indexpunkten verharrte. Er notiere damit nach wie vor in der Risikozone, teilt die UBS am Freitag mit. Der Index bewege sich mittlerweile seit eineinhalb Jahren in der Bandbreite von 1,30 bis 1,45 Indexpunkten, so die UBS weiter.

Die Ungleichgewichte auf dem Eigenheimmarkt hätten sich damit stabilisiert, seien aber nicht gesunken. Zuletzt seien die Subindikatoren Preise-zu-Einkommen und Preise-zu-Mieten leicht angestiegen. Das langsamere Wachstum der Hypothekarverschuldung habe hingegen dämpfend gewirkt. So nahm das Kauf-Mietpreis-Verhältnis das neunte Quartal in Folge zu, auch weil seit Mitte 2014 die laufenden Kosten eines Eigenheims im Schweizer Durchschnitt tiefer seien als die Mietkosten eines vergleichbaren Objekts.

Doch schon bei einem Anstieg der Hypothekarzinsen um 1 Prozentpunkt würden die Kosten eines Eigenheims wieder diejenigen einer vergleichbaren Mietwohnung übersteigen, warnen die UBS-Ökonomen. Das könnte eine Preiskorrektur auf dem Eigenheimmarkt auslösen. Das Volumen der ausstehenden Haushaltshypotheken habe hingegen nur noch um 2,6% gegenüber dem Vorjahr zugenommen - das sei der tiefste Wert seit Dezember 1999. Die Hypothekarvolumen stiegen jedoch weiterhin schneller als das verfügbare Einkommen der Haushalte.

Zunahme der Haushaltsverschuldung

Die Zunahme der Haushaltsverschuldung um 18 Milliarden CHF im Jahr 2016 dürfte gemäss der Berechnung der UBS-Ökonomen vollständig der Belehnung von Neubauten geschuldet sein. Im vergangenen Jahr dürfte damit mehr amortisiert worden sein, als der Wohnungsbestand zusätzlich belehnt wurde.

Die Zahl der Gefahrenregion sei im Schlussquartal 2016 unverändert geblieben, doch es gebe regionale Verschiebungen. Der Schwerpunkt der regionalen Risiken verschiebe sich derzeit graduell vom Genfersee in die Regionen Zürich und Zentralschweiz. Und Tourismusregion seien heute auf keiner Gefahrenkarte mehr zu finden.

(AWP)