Geldpolitik - US-Notenbanker hält Zinsanhebung noch im Dezember möglich

Der Präsident des Fed-Ablegers in Dallas, Robert Kaplan, hält eine weitere Zinserhöhung bei der nächsten geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank für möglich.
17.11.2017 06:35
Robert Kaplan, Präsident der Federal Reserve Bank von Dallas.
Robert Kaplan, Präsident der Federal Reserve Bank von Dallas.
Bild: Bloomberg

Kaplan bekräftigte am Donnerstag vor Journalisten in Houston, er sei dafür sehr aufgeschlossen und denke aktiv darüber nach. Kaplan hatte bereits am Dienstag signalisiert, dass die Konjunkturentwicklung in den USA eine dritte Zinserhöhung im Dezember erlauben könnte. Angesichts der rund laufenden Wirtschaft hat sich die Fed die Tür dafür offengehalten. Experten rechnen für Mitte nächsten Monats mit einer Anhebung um einen Viertelpunkt. Zuletzt hatte die Fed den Zins im Juni auf die aktuell gültige Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent hochgesetzt.

Kaplans Kollegin aus Ohio, Loretta Mester, mahnte unterdessen zu Geduld bei Veränderungen der Konjunkturprognose. Erst wenn die geplante Steuerreform endgültig durch den Kongress sei, dürfe der Ausblick angepasst werden, sagte die Präsidentin der Fed von Cleveland vor Reportern in Washington. Je nachdem welche Maßnahmen genau verabschiedet werden, würden die Auswirkungen auf die Wirtschaft ausfallen.

Am Donnerstag billigte das Repräsentantenhaus die Pläne von US-Präsident Donald Trump für die größte US-Steuerreform seit den 1980er Jahren. Das Vorhaben muss noch durch den Senat, wo die Hürde höher liegt. 

(Reuters)