Geldpolitik - Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmass

Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert.
16.11.2018 15:21
Der Fed-Hauptsitz in Washington.
Der Fed-Hauptsitz in Washington.
Bild: Bloomberg

Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden. Allerdings sei Vorsicht geboten, wenn die Fed auf die von den Währungshütern als neutral eingeschätzte Zone von 2,5 bis 3,5 Prozent zu steuere. Dann gelte in besonderem Maße, dass der Kurs an wichtigen wirtschaftlichen Kennziffern ausgerichtet werden müsse.

Die Fed hat den Leitzins zuletzt im September auf die Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent angehoben und will bis Ende 2019 noch vier Mal nachlegen. Wahrscheinlich wird der nächste Schritt nach oben am Jahresende folgen. US-Präsident Donald Trump hat die Notenbank wegen des strafferen geldpolitischen Kurses kritisiert und die Währungshüter für verrückt erklärt. Er fürchtet um den Aufschwung, den er mit seiner radikalen Steuerreform zusätzlich befeuert hat. 

(Reuters)