Generalversammlung - Swatch-Führungsspitze versucht Aktionäre zu beruhigen

In Zeiten schleppender Verkäufe und Gewinneinbrüche hat die Swatch-Führungsspitze an der Generalversammlung (GV) weitere Durchhalteparolen durchgegeben.
23.05.2017 14:58
Swatch-Laden an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Swatch-Laden an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Bild: cash

Der Uhrenkonzern wolle auch in dieser schwierigen Zeit die Angestellten halten und "keinen ungesunden Druck auf Partner und Kunden ausüben", sagte Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek vor den 3465 Aktionären, die am Dienstag ins Velodrome in Grenchen SO an die GV gekommen waren.

Swatch weigere sich, sich auf diese Weltuntergangsstimmung in der Branche einzulassen, sagte Hayek weiter. "Das was zählt, sind nicht nur die Zahlen. Das was zählt, sind das Projekt und die Verwirklichung."

"2017 ist voller Möglichkeiten"

Trotz dem Optimismus, den Swatch traditionell verbreitet, blieben die Verwaltungsratspräsidentin und ihr Bruder und Swatch-Chef Nick Hayek vage, was die Aussichten der Gruppe betrifft. "2017 ist voller Möglichkeiten", sagte Nick Hayek lediglich. Bestehende Produkte sollen erneuert und neue Produkte auf den Markt gebracht werden.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz von Swatch um fast 11% auf 7,6 Mrd CHF eingebrochen. Der Reingewinn halbierte sich auf 593 Mio CHF. Das bekommen auch die Aktionäre zu spüren. Sie erhalten 6,75 CHF als Dividende pro Inhaberaktie und 1,35 CHF pro Namenaktie. Das sind 10% weniger als im vergangenen Jahr.

Die Aktionäre winkten alle Anträge an der GV durch. Genehmigt wurde unter anderem die Vergütung für die Mitglieder der Konzernleitung und des Verwaltungsrates. Zudem wurden alle zur Wahl stehenden VR-Mitglieder wiedergewählt. Anders als in anderen Jahren ergriff kein Aktionär das Wort.

(AWP)