Georg-Fischer-Aktie nach starken Halbjahreszahlen auf Allzeithoch

Die Aktien des Industriekonzerns Georg Fischer (GF) ziehen am Mittwoch im Anschluss an die Publikation starker Halbjahreszahlen kräftig an und erreichen bei 1130 Franken einen Rekordstand.
19.07.2017 12:50
Die GF-Aktie zündet am Mittwoch nach der Präsentation der Halbjahreszahlen die Kursrakete.
Die GF-Aktie zündet am Mittwoch nach der Präsentation der Halbjahreszahlen die Kursrakete.
Bild: ZVG

Mit dem vorgelegten Ergebnis hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten auf der ganzen Linie übertroffen. Bis um 12.50 Uhr verteuern sich GF um 9% auf 1065 Franken, dies beim Dreifachen eines durschnittlichen Tagesvolumen. Das Tageshoch liegt bei 1130 Franken, dem höchsten je bezahlten Preis für eine GF-Aktie. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,3% höher.

Georg Fischer habe auf allen Ebenen besser abgeschnitten als erwartet, heisst es in einem Kommentar von Baader Helvea. Herauszuheben sei dabei insbesondere die Division Piping Systems mit einem Anstieg des Auftragseingangs von 15% und des Umsatzes von 10%. Auch die Sparte Machining Solutions habe gut abgeschnitten, während die Entwicklung in der Sparte Automotive wegen der Extrakosten für die Produktion in den USA und das Werk in Singen der einzige Schwachpunkt gewesen sei.

Das gute Ergebnis in Kombination mit dem angehobenen Ausblick für das Gesamtjahr bieten laut Baader Helvea Aufwärtspotential für die Konsensschätzungen von 3 bis 6%. Eine positive Reaktion der Aktie sei nicht zuletzt auch wegen dem Umstand zu erwarten, dass sich GF mit den Zahlen im Hinblick auf die Strategie 2020 bereits am oberen Ende oder gar über den Zielen befinde. Dies sei im aktuellen Kurs der Aktie noch nicht wirklich eingepreist.

Noch Potenzial in der Aktie

Für die UBS hat GF schlicht ein "starkes Zahlenset" präsentiert, das die Aktie beflügeln dürfte. Vom hohen Bestellungseingang und der erhöhten Guidance für das Gesamtjahr dürften die Titel nach Ansicht der Bank auch in näherer Zukunft Unterstützung erhalten.

Die Bank Vontobel zeigt sich ebenfalls positiv überrascht von den Zahlen, weist gleichzeitig aber auf den negativen Free Cashflow hin. Dies sei einerseits bedingt durch das hohe Wachstum und habe andererseits saisonale Gründe. Vontobel geht davon aus, die Schätzungen für GF zu erhöhen und bekräftigt die Einstufung "Buy". Im Gegensatz dazu führt die UBS den Titel mit "Neutral" und Baader Helvea mit "Hold".

(AWP/cash)