Geringer Rückgang bei Japans Exporten im November

Japans Exporte haben sich im November weitaus besser entwickelt als erwartet. Die Ausfuhren gingen binnen Jahresfrist nur noch um 0,4 Prozent zurück, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte.
19.12.2016 06:54
Der Vulkan Fuji, höchster Berg Japans.
Der Vulkan Fuji, höchster Berg Japans.
Bild: pixabay.com

Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Einbruch von zwei Prozent gerechnet. Im Oktober hatte das Minus noch 10,3 Prozent betragen.

Hintergrund der Entwicklung war ein schwächerer Yen und höhere Stückzahlen. Eine Abwertung der heimischen Währung verbilligt japanische Produkte auf dem Weltmarkt, was sie attraktiver macht. Allein im November verlor der Yen 8,4 Prozent. "Der schwächere Yen hat viel geholfen, aber es gibt eine echte Erholung bei den Mengen", sagte Ökonom Shuji Tonouchi von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Die Ausfuhren nach China, dem wichtigsten Handelspartner Japans, legten dank einer höheren Nachfrage nach Autoteilen 4,4 Prozent zu. Das war der erste Anstieg seit neun Monaten. Die Autoindustrie verhalf auch den Exporten in die USA zu einer besseren Entwicklung. Sie gingen noch um 1,8 Prozent zurück, nach einem Rückgang von 11,2 Prozent im Oktober.

Die Importe gingen um 8,8 Prozent zurück. Analysten hatte mit einem Minus 12,6 Prozent gerechnet. Es wurden vor allem weniger Arzneimittel, Öl und Flüssigerdgas bezogen.

(Reuters)