Gewaltsame Auseinandersetzung  - Hongkonger Polizist schiesst vermummtem Demonstranten in die Brust

In Hongkong ist es am Montag erneut zu schwerer Gewalt zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Bei den neuerlichen Protesten schoss ein Polizist einem vermummten Kundgebungsteilnehmer in die Brust.
11.11.2019 06:51
Demonstranten protestieren im Central District von Hongkong (31.08.2019).
Demonstranten protestieren im Central District von Hongkong (31.08.2019).
Bild: Bloomberg

In der chinesischen Sonderverwaltungszone ist es erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Medien- und Augenzeugenberichten zufolge hat die Polizei mit scharfen Geschossen versucht, Demonstranten auf der Ostseite der Insel Hongkong auseinanderzutreiben. Mindestens ein Protestler ist dabei schwer verletzt worden und schwebt laut Medienberichten in einem kritischen Zustand. Videoaufnahmen zeigten einen Demonstranten, der mit weit geöffneten Augen in einer Blutlache lag.

Reuters konnte die Aufnahmen nicht sofort authentifizieren. Die Polizei erklärte, radikale Demonstranten hätten an mehreren Orten in der Stadt Barrikaden errichtet und sie hätten die Demonstranten gewarnt, "ihre illegalen Handlungen sofort einzustellen". "Die Demonstranten kämpften nicht und die Polizei rannte und schoss direkt. Es gab drei Geräusche, wie 'pam, pam, pam", sagte ein Bewohner des Viertels, Ason Yip. "Sie sind gegen die Regierung, deshalb hat die Polizei sie einfach erschossen." Die Polizei äusserte sich zunächst nicht zu den Schüssen.

(Reuters)