Gewinn der Swisscom fällt etwas

Die Swisscom hat im ersten Halbjahr 2015 etwas mehr Umsatz, aber etwas weniger Gewinn erzielt als im Vorjahreszeitraum. Die Prognosen der Analysten wurden in etwa erfüllt.
19.08.2015 07:46
Für das Gesamtjahr hebt das Swisscom-Management die Ziele leicht an.
Für das Gesamtjahr hebt das Swisscom-Management die Ziele leicht an.
Bild: Bloomberg

Für das Gesamtjahr hebt das Swisscom-Management die Ziele leicht an. Swisscom weist für die ersten sechs Monate des Jahres 2015 einen 1% höheren Umsatz von 5,76 Mrd CHF aus. Zu konstanten Währungen und ohne Firmenzu- und -verkäufe hätte ein Plus von 1,8% resultiert, wie der Telekomkonzern am Mittwoch mitteilt.

Basis für dieses leichte Wachstum war erneut die starke Nachfrage nach Bündelangeboten, womit der Umsatz um 19% auf 1,08 Mrd CHF gesteigert wurde. Auf Wachstumskurs ist die Nummer eins auf dem Schweizer Telekommarkt auch im TV-Segment, wo die Anzahl der Anschlüsse auf 1,24 Mio stiegen (+14%). Auch die Italientochter Fastweb steigerte ihre Erlöse (+6,9% in LW). Erfolge kann Swisscom aber auch im Grosskundengeschäft verbuchen, wo der Auftragseingang auf vergleichbarer um ein Fünftel angestiegen sei.

Markterwartungen in etwa erfüllt

Weiter unten in der Erfolgsrechnung sind die Zahlen weniger gut: So verringerte sich der EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2% auf 2,13 Mrd CHF. Auf vergleichbarer Basis hätte laut den Angaben ein Plus von 1,9% resultiert. Der EBIT wird mit 1,11 Mrd CHF angegeben (-4,7%).

Unter dem Strich weist Swisscom einen 2,7% tieferen Reingewinn von 784 Mio CHF aus. Der tiefere Zinsaufwand habe einen Teil des tieferen Betriebsergebnisses kompensiert, heisst es dazu. "Trotz Preissenkungen beim Roaming, Währungseinflüssen und starkem Wettbewerb ist unser Ergebnis im ersten Halbjahr solide und gut", lässt sich CEO Urs Schaeppi in der Mitteilung zitieren.

Die Markterwartungen hat Swisscom mit den vorgelegten Zahlen in etwa erfüllt. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 5,77 Mrd CHF, einem EBITDA von 2,14 Mrd CHF, einem EBIT von 1,13 Mrd und einem Reingewinn von 770 Mio CHF gerechnet.

Euro-Kursannahme erhöht

Konzernweit stiegen die Investitionen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,2% auf 1,14 Mrd CHF, davon wurden 842 Mio (+9,5%) in der Schweiz getätigt.

Als Folge des jüngst wieder etwas schwächer gewordenen Franken passt die Swisscom ihren Ausblick für das Gesamtjahr leicht an. Der Konzern kalkuliert neu mit einem durchschnittlichen Euro-Kurs von 1,05 CHF - bisher ging man von einem paritätischen Kurs aus. Auf dieser neuen Basis rechnet das Management nun mit einen Nettoumsatz von über 11,5 Mrd (bisher über 11,4 Mrd) und einem EBITDA von über 4,2 Mrd (bisher rund 4,2 Mrd).

Die Investitionen werden neu über 2,3 Mrd gesehen; bislang sprach die Swisscom von Investitionen von 2,3 Mrd. Unverändert bleiben dagegen die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 CHF pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden.

(AWP)