Gewinn im ersten Halbjahr erhöht - VP Bank mit mehr Nettoneugeld

Die VP Bank hat in den ersten sechs Monaten 2017 wie angekündigt mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.
22.08.2017 07:35
Logo der VP Bank an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Logo der VP Bank an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Bild: cash

Der Gewinn nahm um 29% auf 31,5 Mio CHF zu, wie die Liechtensteiner Bankengruppe am Dienstag mitteilt. Vor rund einem Monat war ein höherer Wert als im Vorjahr angekündigt worden, obwohl die Erfolgsrechnung durch eine Einigung mit den deutschen Steuerbehörden belastet sei. Basis für diese Steigerung war ein 16% höherer Geschäftsertrag von 151,1 Mio CHF. Dabei steuerte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft 51,4 Mio CHF und damit 8,8% mehr als im Vorjahr bei. Der Handelserfolg nahm sogar um 26% auf 25,2 Mio CHF zu, während der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit 61,1 Mio CHF (+0,7%) in etwa stabil blieb.

Gleichzeitig erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 15% auf 117,2 Mio CHF. Darin enthalten ist laut den Angaben die vor einem Monat angekündigte Rückstellung für die Einigung mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen (9,2 Mio). Die Cost/Income Ratio verbesserte sich auf 64,6% von 68,9%.

Die betreuten Kundenvermögen der VP Bank Gruppe beliefen sich per 30. Juni 2017 auf 37,4 Mrd nach 35,8 Mrd per Ende 2016. Im Halbjahr flossen Kundengelder von netto 1,1 Mrd zu (VJ -0,2 Mrd), wobei in der Mitteilung von einen "ausgezeichneten Entwicklung" die Rede ist.

Keine konkrete Ziele für das zweite Halbjahr genannt

Diese sei aufgrund intensiver Marktbearbeitung, durch die Rekrutierung neuer Kundenberater sowie durch Zuflüsse neuer und bestehender Kunden insbesondere an den internationalen Standorten sowie im Fondsbereich der VP Bank Gruppe erzielt worden, heisst es dazu. Die Bilanzsumme erhöhte sich derweil zum Jahresende um 0,2 Mrd CHF auf 12,0 Mrd CHF.

Mit dem vorgelegten Reingewinn hat das Institut die Erwartungen der Analysten der ZKB (24,5 Mio) übertroffen, jene von Research Partners (31,2 Mio) erfüllt. Die Prognosen für den Geschäftsertrag und vor allem für das Nettoneugeld wurden klar übertroffen.

Im Ausblick auf das zweite Halbjahr gibt das Institut keine konkreten Ziele bekannt. Auch im zweiten Halbjahr treibe die Gruppe ihr Wachstum voran, wird betont. Es sei das Ziel, bis Ende 2019 75 Kundenberater in den Segmenten Intermediaries und Private Banking einzustellen. Neben organischem Wachstum peilt die Bank nach wie vor auch Wachstum über Akquisitionen an.

(AWP)