Gewinnmitnahmen belasten Börsen in Asien

Nach der jüngsten Kurserholung von dem Brexit-Schock hat sich an den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag wieder Ernüchterung breitgemacht. In Japan stehen Bankenwerte und Exporttitel unter Druck.
05.07.2016 08:49
Der japanische Nikkei büsst 0,7 Prozent ein.
Der japanische Nikkei büsst 0,7 Prozent ein.
Bild: Bloomberg

In Tokio setzte zudem der Anstieg der Landeswährung Yen japanische Exportwerte unter Druck und liess Investoren Gewinne mitnehmen. Gegen den Trend legten einzig die Kurse an der Börse in Shanghai zu.

Positive Daten vom chinesischen Dienstleistungssektor sorgten hier für Rückenwind. Der von einem privaten Institut erhobene Index sprang auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Insgesamt fiel der Handel allerdings eher schwach aus. Von der Wall Street kamen keine Impulse, da sie am Montag wegen des US-Unabhängigkeitstags geschlossen hatte.

In Tokio büsste der Nikkei knapp 0,7 Prozent auf 15.669 Punkte ein. Neben den Exportwerten standen auch Bankentitel nach den negativen Vorgaben aus Europa auf den Verkaufslisten der Börsianer. So verbilligten sich die Anteilsscheine des Geldhauses Mitsubishi UFJ Financial um rund 1,2 Prozent. Dagegen lag der Leitindex in Shanghai 0,5 Prozent im Plus. Während Konsumaktien stiegen, gerieten aber auch in der Volksrepublik Bankaktien unter Druck.

Anleger setzen auf mehr Zentralbanken-Geld

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte 0,8 Prozent niedriger. Damit lag er aber immer noch mehr als fünf Prozent über dem Wert, auf den das Barometer nach der Entscheidung der Briten zum EU-Austritt am 23. Juni gefallen war. Investoren hatten zuletzt verstärkt auf weitere Impulse durch die Zentralbanken gesetzt. Am Dienstag entschied die australische Notenbank - wie erwartet - ihren Leitzins auf dem bisherigen Rekordtief zu lassen.

Der Euro gab im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht nach. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1128 Dollar. Zum Yen liess die US-Währung moderat auf 102,41 Yen Federn.

(Reuters)