Gewinnmitnahmen sorgen an der Wall Street für Verluste

Nach der jüngsten Rekordjagd ist den US-Börsen zum Wochenschluss etwas die Puste ausgegangen.
18.11.2016 22:45
Keiner weiss so recht, wies mit Trump weitergeht: etwas ratlose Händler an der Wall Street am Freitag.
Keiner weiss so recht, wies mit Trump weitergeht: etwas ratlose Händler an der Wall Street am Freitag.
Bild: Bloomberg

Händler begründeten dies am Freitag mit Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Kursrally im Gefolge des Sieges von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl. Allerdings notierten die wichtigsten Indizes immer noch in der Nähe ihrer Rekordstände. Zweifel an einem Wirtschaftsboom in den USA trieben auch Europas Anleger um. Die wichtigsten Indizes beendeten die Handelswoche mit Verlusten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 18'867 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 2181 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit minus 0,2 Prozent bei 5321 Stellen aus dem Handel, nachdem er im Verlauf noch ein Allzeithoch erreicht hatte. Auf Wochensicht gewann der Dow Jones 0,1 Prozent, der S&P 0,8 Prozent und die Nasdaq 1,6 Prozent.

Nach der Wahl hatten die Pläne Trumps für niedrigere Steuern und höhere Investitionen die Kurse befeuert. Investoren setzten im Zuge dessen auch auf eine anziehende Inflation und rasche Zinserhöhungen der US-Notenbank. In der zu Ende gehenden Woche fehlte den Börsen allerdings stellenweise der Schwung, da aus Sicht der Investoren hinter Trumps Plänen noch ein grosses Fragezeichen steht. Dennoch rechnet die Mehrheit der Marktteilnehmer damit, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung im Dezember die Leitzinsen anhebt.

Abercombie-Aktie stürzt nach erneut schlechten Zahlen ab

Vor allem Pharmawerte gaben in New York nach. Der Gesundheitsindex schloss gut ein Prozent im Minus.

Bei den Einzelwerten stach der Kurs der Modekette Abercrombie & Fitch hervor, er stürzte um fast 14 Prozent ab. Die Erlöse des Unternehmens gehen seit 15 Quartalen in Folge zurück.

Die Anteilscheine des SAP-Rivalen Salesforce verteuerten sich um 3,4 Prozent, nachdem die Softwarefirma ihren Quartalsumsatz stärker als von Analysten erwartet gesteigert hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 950 Millonen Aktien den Besitzer. 1416 Werte legten zu, 1556 gaben nach und 129 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1534 im Plus, 1300 im Minus und 198 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 17/32 auf 96-31/32. Sie rentierten mit 2,3387 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 19/32 auf 97-5/32 und hatten eine Rendite von 3,019 Prozent.

(Reuters)