GF mit mehr Umsatz und Gewinn

Die Schaffhauser Industriegruppe Georg Fischer das ersten Halbjahr mit mehr Umsatz und mehr Gewinn als im Vorjahr abgeschlossen. Die Prognosen wurden knapp erreicht.
20.07.2016 07:42
Firmengebäude von Georg Fischer.
Firmengebäude von Georg Fischer.
Bild: ZVG

Der Industriekonzern Georg Fischer (GF) hat im ersten Halbjahr 2016 den Auftragseingang um 2,8 Prozent auf 1,85 Mrd Franken und den Umsatz um 3,4 Prozent auf 1,86 Mrd gesteigert. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte lag der Umsatz um 2 Prozent über dem Vorjahr. Das positive Momentum sei im ersten Semester aufrechterhalten worden, teilt Georg Fischer am Mittwoch mit.

Der EBIT legte um 20 Prozent auf 153 Mio Franken zu. Die EBIT-Marge verbesserte sich dabei um 110 Basispunkte auf 8,2 Prozent und die Rendite auf dem eingesetzten Kapital (ROIC) um 3 Prozentpunkte auf 18,2 Prozent. Beide Kennzahlen lägen damit innerhalb der im Rahmen der Strategie 2020 formulierten Zielbereiche von 8 bis 9 Prozent für die EBIT-Marge und von 18 bis 22 Prozent für den ROIC. Zur Steigerung der Profitabilität hätten alle drei Divisionen beigetragen, insbesondere aber Piping Systems.

Das Konzernergebnis kletterte um 36 Prozent auf 109 Mio Franken. Dies ist laut GF neben der Steigerung des operativen Ergebnisses auf die "beträchtliche" Reduktion der Finanzierungskosten zurückzuführen. Der Freie Cashflow vor Akquisitionen liegt bei 25 Mio Franken und damit 55 Mio über jenem des ersten Halbjahres 2015.

Verunsicherung wegen Brexit

Mit den vorgelegten Zahlen hat GF die Prognosen der Analysten knapp erreicht. Der AWP-Konsens für den Auftragseingang lag bei 1,88 Mrd Franken, für den Umsatz bei 1,87 Mrd und für den EBIT bei 152 Mio.

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet das Unternehmen ein Jahresergebnis, das mit den Zielen der Strategie 2020 übereinstimmt. Mit der Umsetzung dieser Strategie befinde man sich gut auf Kurs. Unter der Annahme, dass die makroökonomischen Unsicherheiten keinen signifikanten Einfluss auf die NaFrankenrage der Kunden hätten, sei im zweiten Halbjahr mit einem vergleichbaren Resultat wie in den ersten sechs Monaten zu rechnen.

Die Märkte blieben jedoch je nach Land und Sektor volatil und uneinheitlich. Das Brexit-Votum in Grossbritannien sorge zudem für weitere Verunsicherung.

(AWP)