Glarner KB fährt weniger Gewinn ein

Die Glarner Kantonalbank hat im ersten Halbjahr ihren Wachstumskurs fortgesetzt, unter dem Strich aber weniger verdient.
02.08.2016 08:10
Der Hauptsitz der Glarner Kantonalbank.
Der Hauptsitz der Glarner Kantonalbank.
Bild: ZVG

So verringerte sich der Reingewinn um knapp 25 Prozent auf 8,6 Mio CHF, wie das Kantonsinstitut am Dienstag mitteilt. Neben einer höheren Steuerbelastungen von 1,8 Mio CHF nach 1,4 Mio im Vorjahr lag der Grund für den klaren Rückgang vor allem darin, dass im Vorjahr noch ein ausserordentlicher Ertrag aus dem Swisscanto-Verkauf angefallen war, heisst es zur Begründung.

Der Geschäftserfolg für die ersten sechs Monate erhöhte sich derweil um fast 20 Prozent auf 10,4 Mio CHF. Der gesamte Betriebsertrag verbesserte sich um 6,5 Prozent auf 32,0 Mio CHF. Damit wurden die Schätzungen der Zürcher Kantonalbank übertroffen: Diese hatte mit einem Geschäftserfolg von 9,1 Mio CHF und einem Betriebsertrag von 30,6 Mio CHF gerechnet.

Im wichtigsten Geschäft, dem Zinsengeschäft, ging der Erfolg um 1,3 Prozent auf 23,6 Mio CHF zurück. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft resultierte ebenfalls ein Rückgang um 11 Prozent auf 4,3 Mio, dagegen lag der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit 2,4 Mio mehr als doppelt so hoch wie in der Vorjahresperiode.

Höherer Geschäftsaufwand

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich in den ersten drei Monaten um 4,2 Prozent auf 19,4 Mio CHF. Dabei blieb der Sachaufwand quasi stabil, der Personalaufwand stieg um 4,4 Prozent - auch dank neu geschaffener Stellen - auf 11,5 Mio.

Im Hypothekargeschäft legte die GLKB weiter zu: Die Hypothekarforderungen erhöhten sich um 4,1 Prozent gegenüber dem Stand von Ende 2015 und belaufen sich neu auf 4,1 Mrd CHF. Beide Hauptvertriebskanäle - der Direkt- und der Onlinevertrieb - hätten zu diesem Ergebnis beigetragen, schreibt die Bank, die mit ihrem Hypomat zu den Vorreitern bei den Online-Hypotheken gezählt wird.

Die Kundengelder haben seit Anfang Jahr um 2,2 Prozent auf 3,3 Mrd CHF zugenommen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 5,2 Mrd CHF.

(AWP)