Glarner KB steigert Geschäftserfolg

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat in den ersten neun Monaten 2016 sowohl den Betriebsertrag als auch den Geschäftserfolg gesteigert, aber weniger Gewinn erzielt.
28.10.2016 09:09
Der Hauptsitz der Glarner Kantonalbank.
Der Hauptsitz der Glarner Kantonalbank.
Bild: ZVG

Der Betriebsertrag nahm dank höheren Erträgen im Zinsengeschäft und einem deutlich besseren Handelserfolg um 8,85 auf 48,7 Mio CHF zu. Der Geschäftserfolg stieg wegen deutlich tieferen Rückstellungen und Wertberichtungen sogar um knapp einen Viertel auf 15,9 Mio.

Demgegenüber verringerte sich der Reingewinn um 14% auf 13,2 Mio CHF, wie das Kantonsinstitut am Freitag weiter mitteilt. Der Grund dafür sind wie schon in der Halbjahresrechnung die höhere Steuerbelastung (2,7 Mio ggü 0,61 Mio) sowie der ausserordentliche Ertrag aus dem Swisscanto-Verkauf im Vorjahr. Insgesamt nahm die Position ausserordentlicher Ertrag auf 0,01 Mio von 3,1 Mio ab.

Mit den Kennzahlen hat die GLKB die Schätzungen der Zürcher Kantonalbank übertroffen: Diese hatte mit einem Geschäftserfolg von 14,7 Mio und einem Betriebsertrag von 46,9 Mio gerechnet.

Im Hypothekargeschäft legte die GLKB weiter zu: Die Hypothekarforderungen erhöhten sich gegenüber dem Stand von Ende 2015 um 5,9% auf 4,19 Mrd CHF. Die Kundengelder haben seit Anfang Jahr um 6,4% auf 3,47 Mrd zugenommen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 6,9% auf 5,33 Mrd.

Eine Veränderung gibt es auf Anfang 2017 in der Geschäftsleitung der Bank. Der Verwaltungsrat habe beschlossen, diese um ein auf neu fünf Mitglieder zu erweitern, so die Mitteilung. Neu wird Patrik Gallati, Leiter Marktsupport/Mediensprecher, im Gremium Einsitz nehmen. Er arbeitet seit 2009 bei der GLKB und werde in der Geschäftsleitung den Bereich "Unternehmenssteuerung" von Hanspeter Rhnyer übernehmen, der sich ganz auf seine Funktion als Vorsitzender der Geschäftsleitung konzentrieren will.

Mit den erweiterten Managementkapazitäten werde die GLKB die Opportunitäten ihrer dualen Strategie und ihrer Positionierung in der Digitalisierung weiterhin optimal nutzen, heisst es weiter. Konkrete Aussagen zum Ausblick werden keine gemacht

(AWP)