GolfstaatenÖlpreise trotz Katar-Krise wenig verändert

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch wenig verändert. Die jüngste Eskalation der diplomatischen Beziehungen unter den Golfstaaten kann die Ölpreise weiterhin nicht nach oben treiben.
07.06.2017 07:44
Der Fokus der Investoren richtet sich zunehmend auf neue Daten zu den Ölreserven in den USA.
Der Fokus der Investoren richtet sich zunehmend auf neue Daten zu den Ölreserven in den USA.
Bild: Pixabay

 Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent stand am Morgen bei 50,07 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um sieben Cent auf 48,12 Dollar.

Zahlreiche arabische Staaten hatten zu Beginn der Woche die diplomatischen Beziehungen zu dem Förderland Katar abgebrochen. Dem Land wird eine Verbindung zum internationalen Terrorismus nachgesagt. Bei der Rohöltagesproduktion von aktuell 620 000 Barrel pro Tag gehört Katar allerdings zu den kleineren Förderländern der Opec.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern richtet sich der Fokus der Investoren zunehmend auf neue Daten zu den Ölreserven in den USA, die am Nachmittag auf dem Programm stehen. Der Markt rechnet mit einem weiteren Rückgang der Lagerbestände an Rohöl in der grössten Volkswirtschaft der Welt. Es wäre bereits die neunte Woche in Folge, in der die amerikanischen Ölreserven gesunken sind, was für einen Rückgang des Angebots oder eine höhere Nachfrage spricht.

(AWP)