Grösster Schokolade-Produzent - Barry Callebaut mit beschleunigtem Wachstum

Der weltgrösste Schokolade-Produzent Barry Callebaut hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 die Verkaufsmenge zwar nur moderat gesteigert, aber klar mehr verdient.
12.04.2017 07:33
Barry Callebaut hat zwischen September und Februar 950'000 Tonnen Schokolade produziert.
Barry Callebaut hat zwischen September und Februar 950'000 Tonnen Schokolade produziert.
Bild: ZVG

Der mittelfristige Ausblick von Barry Callebaut zu Umsatz- und EBIT-Wachstum wurde derweil bestätigt.

Die Verkaufsmenge konnte in der Periode von September bis Februar um 1,4% auf gegen 950'000 Tonnen gesteigert werden. Der Wert beschleunigte sich damit klar auf +3,5% im zweiten Quartal nach -0,4% im ersten Quartal; der globale Schokolademarkt, der in der Berichtsperiode gemäss Branchenzahlen um 2,1% rückläufig war, wurde erneut klar übertroffen.

Outsourcing-Aktivitäten hätten sich besonders positiv auf das Wachstum ausgewirkt, namentlich die Integration der von Mondelez International übernommenen Fabrik in Halle (Belgien), heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Und auch Gourmet- & Spezialitätenprodukte sowie die neuen Märkte hätten positive Beiträge geleistet. Im Schokoladenmarkt wuchs die Verkaufsmenge laut den Angaben um +3,5%, während die Verkaufsmenge im Kakaogeschäft infolge des "gezielten und inzwischen abgeschlossenen Ausstiegs aus weniger profitablen Verträgen" im Kakaogeschäft um 5,0% sank.

Umsatz hängt von Kakaopreisen ab

Der Umsatz, der zu einem guten Teil von der Kakaopreis-Entwicklung abhängt, stieg derweil um 3,3% auf 3,54 Mrd CHF, in Lokalwährungen (LW) waren es +2,5%. Der Betriebsgewinn (Stufe EBIT) avancierte um rund 19% auf 238,4 Mio, ohne Einmaleffekte von 16,3 Mio waren es noch 222,1 Mio CHF (+11%). Unter dem Strich ergab sich ein um gut 30% höherer Konzerngewinn von 142,1 Mio (bereinigt 125,8 Mio).

Mit den vorgelegten Zahlen hat BC die Schätzungen von Analysten (AWP-Konsens) auf der Volumenebene nicht ganz erreicht, bei den Gewinnzahlen (inkl. Einmaleffekte) aber übertroffen. Diese prognostizierten im Durchschnitt einen Volumenzuwachs von 1,6%, einen EBIT von 224,0 Mio sowie einen Reingewinn von 132,9 Mio CHF.

CEO Antoine de Saint-Affrique zeigt sich in der Mitteilung zufrieden: "Wir setzen unsere Strategie des 'smarten Wachstums' weiter um. ... Unser konstanter Fokus auf den Produkt- und Kundenmix sowie die erfolgreiche Umsetzung unseres Cocoa Leadership Programms führten zu einer signifikanten Profitabilitätssteigerung. Gleichzeitig fokussieren wir weiterhin auf den freien Cash flow und die Erträge."

Ausblick bestätigt

Zum Ausblick sagt er: "Während die Märkte nach wie vor volatil sind, verfügen wir über ein gesundes Schokoladenportfolio und gehen davon aus, dass sich die dynamische Entwicklung fortsetzt." Man werde an der Umsetzung des Cocoa-Leadership-Programms weiterarbeiten und die Umsetzung der Strategie "konsequent weiter vorantreiben". Auf dieser Grundlage werden die Mittelfristziele bestätigt.

Demnach wird weiterhin ein durchschnittliches jährliches Verkaufsmengenwachstum von 4 bis 6% angestrebt sowie ein über dem Verkaufsmengenwachstum liegendes EBIT-Wachstum in Lokalwährungen; die Prognose gilt für die 3-Jahres-Periode von 2015/16 bis 2017/18.

(AWP)