Grossaktionär zieht die Notbremse - Veraison trennt sich von Leonteq-Anteil

Die Investmentgesellschaft Veraison hat sich von ihrem Aktienanteil an dem Finanzprodukt-Anbieter Leonteq getrennt. Leonteq hatte am Donnerstag einen scharfen Gewinnrückgang und einschneidende Sparmassnahmen gemeldet.
11.02.2017 12:08
Gregor Greber ist Chairman der 2015 von ihm mitgegründeten Veraison Capital in Zürich.
Gregor Greber ist Chairman der 2015 von ihm mitgegründeten Veraison Capital in Zürich.
Bild: Nik Hunger

Laut den offiziellen Beteiligungsmeldungen hatte ihr Anteil zuletzt knapp über 5% betragen. Damit bestätigte die Gesellschaft am Freitagabend entsprechende Spekulationen am Markt, die im Handelsverlauf am Freitag die Aktien von Leonteq stark belastet hatten.

Hinter der Beteiligungsgesellschaft Veraison stehen Gregor Greber, Gründer des Vermögensverwalters zCapital, und Valentin Chapero, früherer CEO des Hörsystemherstellers Sonova. Veraison war im vergangenen Juli bei Leonteq eingestiegen. Die Veraison-Verantwortlichen hatten das Engagement damals mit ihrem "Vertrauen in die erfolgreiche Zukunft von Leonteq" begründet.

Nun zieht Veraison offenbar die Notbremse, nachdem Leonteq am Donnerstag für das Geschäftsjahr 2016 einen scharfen Gewinnrückgang und einschneidende Sparmassnahmen kommuniziert hat. In der Folge war der Leonteq-Aktienkurs am Donnerstag um über 8% abgesackt. Am Freitag schlossen Leonteq weitere 4,1% im Minus auf 32,00 CHF.

(AWP)