Grossbank - Corona-Krise brockt Santander zweistelligen Milliardenverlust ein

Die spanische Grossbank Santander ist wegen der Corona-Pandemie tief in die roten Zahlen gerutscht. Abschreibungen führten zu einem Verlust von fast elf Milliarden Euro.
29.07.2020 08:34
Geldautomat der spanischen Bank Santander am Piccadilly in London.
Geldautomat der spanischen Bank Santander am Piccadilly in London.
Bild: cash/mfo

Wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf die Geschäfte in Grossbritannien, Polen und den Vereinigten Staaten lag der Verlust in den ersten sechs Monaten bei fast elf Milliarden Euro, wie die im EuroStoxx 50 notierte Bank am Mittwoch in Santander mitteilte. In den ersten sechs Monaten 2019 hatte die Bank noch etwas mehr als drei Milliarden Euro verdient.

Grund für die Abschreibungen sind vor allem niedrigere Erwartungen an die künftigen Erträge infolge der Corona-Krise in den genannten Märkten. Aber auch bereinigt um die Sondereffekte hinterliess das Corona-Virus tiefe Spuren in der Bilanz. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn sank um mehr als die Hälfte auf 1,9 Milliarden Euro. Dies geht vor allem auf eine um 63 Prozent auf sieben Milliarden Euro erhöhte Risikovorsorge zurück.

(AWP)

 
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