Grossbank - Die Credit Suisse mit höherem Reingewinn

Die Credit Suisse hat im dritten Quartal 2017 mehr verdient als im Vorjahr und mit den Ergebniszahlen die Markterwartungen mehr oder weniger getroffen.
02.11.2017 07:41
Der Hauptsitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Der Hauptsitz der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich.
Bild: Manuel

Flickr, Lizenz CC BY-NC-ND 2.0

Der Reingewinn belief sich auf 244 Millionen Franken nach 41 Millionen im Vorjahr und 303 Millionen Franken im Vorquartal. Der Vorsteuergewinn lag im Berichtsquartal bei 400 Millionen Franken nach 222 Millionen bzw. 582 Millionen. Die Gesamterträge des Konzerns erreichten 4,97 Mrd Franken, gingen damit zum Vorjahr zurück und erreichten auch die Prognosen nicht ganz.

"Unsere Ergebnisse für das dritte Quartal 2017.... zeigen unsere Fortschritte bei der Verbesserung der operativen Effizienz", lässt sich CEO Tidjane Thiam in einer Mitteilung vom Donnerstag zitieren. Dadurch sei die Profitabilität der Gruppe deutlich gestiegen.

Analysten hatten im Vorfeld durchschnittlich mit einem Vorsteuergewinn von 402 Millionen Franken und einem Reingewinn von 227 Millionen gerechnet.

Universalbank Schweiz unter Prognosen

Nach Divisionen erreichte die Swiss Universal Bank einen Vorsteuergewinn von 426 Millionen Franken und lag damit unter den Prognosen sowie dem Vorjahresergebnis. International Wealth Management und APAC verzeichneten jeweils einen Gewinn vor Steuern von 355 Millionen bzw. 218 Millionen. Dabei erlitt die Vermögensverwaltung einen Rückschlag und konnte keinen neuen Gelder anziehen. Im Gegenteil: Die Netto-Abflüsse betrugen 1,8 Mrd Franken. Die verwalteten Vermögen lagen Ende September bei 1'345 Mrd nach 1'307 Mrd Ende Juni.

In Global Markets lag der Vorsteuergewinn bei 71 Millionen sowie in Investment Banking & Capital Markets (IBCM) bei 35 Millionen. Beide Divisionen lagen damit deutlich unter den Schätzungen. In Global Markets fiel das Ergebnis gar noch tiefer aus als im sehr schwachen Vorjahr. In der Abwicklungseinheit ergab sich derweil ein Minus von 578 Millionen und damit mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen.

Bei den Kosteneinsparungen sei man auf Kurs, die Ziele für das laufende Jahr zu erreichen, heisst es. In den ersten neun Monaten 2017 seien Kosteneinsparungen von insgesamt 1 Mrd erzielt worden, davon rund 400 Millionen im dritten Quartal. Man sei zuversichtlich, dass die Kostenbasis per Ende 2017 unter dem Kostenziel von 18,5 Mrd liegen wird.

Kernkapitalquote leicht tiefer

Die Kapitalisierung der Bank gemessen an der harten Kernkapitalquote (CET1 nach Basel III, look-through) ging derweil leicht zurück. Sie lag bei 13,2% nach 13,3% Ende Juni. Die Leverage Ratio blieb unverändert auf 3,8%.

Mit Blick in die Zukunft heisst es, dass eine "weiterhin starke Leistung" im Vermögensverwaltungsgeschäft erwartet wird, wenngleich mit saisonal bedingt niedrigeren Netto-Neugeldzuflüssen. In den marktabhängigsten Bereichen hätten im Oktober allgemein betrachtet ähnliche Handelsbedingungen wie im dritten Quartal 2017 mit einer anhaltend niedrigen Volatilität, aber einer Verbesserung der Aktivität geherrscht.

(AWP)