Grossbankaktien belasten Schweizer Börse

Die Schweizer Börse setzt ihre Anfang Februar begonnene Talfahrt am Dienstag fort. Die Verluste sind vor allem den weiter fallenden Bankaktien geschuldet.
09.02.2016 10:40
Die schwächelnden Aktien der Schweizer Grossbanken (im Bild der UBS-Hauptsitzes am Paradeplatz in Zürich) halten am Dienstagmorgen den SMI ins Minus.
Die schwächelnden Aktien der Schweizer Grossbanken (im Bild der UBS-Hauptsitzes am Paradeplatz in Zürich) halten am Dienstagmorgen den SMI ins Minus.
Bild: cash

Der SMI verliert bis 10.35 Uhr 0,2 Prozent auf 7743 Punkte. Kurz nach Handelsbeginn hatte er bei 7670 Punkten den tiefsten Stand seit Juli 2013 erreicht. An der Wall Street hatten sich die Kurse im späten Handel zwar von den Tagestiefs erholt, aber in Japan war der Nikkei-Index 5,4 Prozent eingebrochen.

Die Anleger sorgen sich zunehmend um den Zustand der Weltwirtschaft und werden immer nervöser. Das "Angstbarometer" Volatilitätsindex steigt auf ein Jahreshoch.

Zu den Kursgewinnern gehört Actelion mit einem Kursplus von 2,9 Prozent. Die Biotechnologiefirma legte im vergangenen Jahr vor allem dank ihres neuen Lungenmedikaments Opsumit operativ markant zu. Wegen des starken Frankens ging der Reingewinn allerdings um 7 Prozent auf 552 Millionen Franken zurück. Die Aktionäre sollen trotzdem eine um 0,20 Franken höhere Dividende von 1,50 Franken je Aktie erhalten. Dieses Jahr peilt Actelion bereinigt um Währungs- und Sondereffekte ein Anstieg des Betriebsgewinns um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag an. "Die Dividende wird etwas stärker als erwartet erhöht", sagt ein Marktbeobachter.

Bankentitel weiter auf Talfahrt

Dagegen setzen die Aktien der Grossbanken belastet von Kurszielsenkungen und Zurückstufungen ihre Talfahrt fort. Die Anteile der Credit Suisse sinken um 1,6 Prozent und die der UBS büssen 2,4 Prozent ein. Die Titel der Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel verlieren 1 und 1,7 Prozent.

Besser schlagen sich die Versicherungswerte, die sich in etwa auf Vortageskurs halten können. Zurich sinken um 0,5 Prozent.

Bei den als krisenresistent geltenden Index-Schwergewichten fallen Novartis um 0,4 und Roche um 0,1 Prozent. Nestlé dagegen steigen um 0,3 Prozent.

Lifewatch nach US-Neuzulassung gefragt

Bei den zyklischen Titeln verlieren Lafarge-Holcim und Clariant 2,9 und 0,9 Prozent. ABB büssen 0,6 Prozent ein.

Am breiten Markt legen die Aktien von Lifewatch 2,2 Prozent zu. In den USA wurde ein System der Medizintechnikfirma zur kontinuierlichen Überwachung der Vitalparameter zugelassen.

(Reuters/cash)