Grossbanken - UBS verliert Investmentbanking-Chef

UBS-Investmentbankchef Andrea Orcel verlässt die Bank. Er wird neuer CEO der grössten spanischen Bank Santander.
25.09.2018 19:04
Das UBS-Logo am Hauptsitz in Zürich.
Das UBS-Logo am Hauptsitz in Zürich.
Bild: alex.ch

Flickr, Lizenz CC BY-NC 2.0

Der 55-jährige Italiener löst dort Anfang 2019 Jose Antonio Alvarez ab, wie das spanische Institut am Dienstagabend mitteilte. Orcel sei mit der Strategie und der Kultur von Santander vertraut, sagte deren Aufsichtsratschefin Ana Botin. Er war vor seiner Karriere bei der UBS für die Bank of America Merrill Lynch tätig, die - ebenso wie die UBS - die spanische Bank beraten hat.

"Andrea hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eng mit uns zusammengearbeitet in der Entwicklung und Umsetzung unserer Strategie. Er versteht die Kultur von Santander und stimmt damit überein", sagte Botin.

Bei der UBS hatte Orcel den Umbau der Investmentbank, welcher er seit November 2014 vorstand, fortgesetzt: Diese hatte die Bank nach ihrem Beinahe-Kollaps in der Finanzkrise verkleinert und stärker in den Dienst des Kerngeschäfts Vermögensverwaltung gestellt. In einem Interview hatte er einmal gesagt, er wolle gerne selbst Chef einer Bank sein. Diese Ziel hat er nun bald erreicht.

Die Investmentbank der UBS wird ab Oktober von einer Doppelspitze geführt, wie die Bank mitteilte. Piero Novelli werde sich um das Geschäftsfeld Corporate Client Solutions kümmern, zu dem unter anderem das Übernahmegeschäft zählt. Robert Karofsky stehe dem Bereich Investor Client Services vor, der unter anderem das Handelsgeschäft umfasst. Beide arbeiten bereits seit einigen Jahren für die UBS. Zu einem Strategieschwenk dürfte es damit vorerst wohl nicht kommen.

"Rob und Piero sind in einer guten Position, um den Erfolg der Investmentbank innerhalb unseres bewährten Modells fortzuführen", sagte UBS-Chef Sergio Ermotti.

(Reuters)