«Grosse Übernahmen sind unwahrscheinlich»

Brady Dougan ist noch bis Ende Juni CEO der Credit Suisse. Im Interview zeigt er sich zufrieden mit den Quartalszahlen und deutet an, dass eine Übernahme von Julius Bär eher unwahrscheinlich ist.
21.04.2015 11:11
Brady Dougan präsentierte zum letzten Mal als CEO der Credit Suisse Quartalszahlen.
Bild: cash

Die Credit Suisse will im zweiten Quartal weiter zulegen. Mit Nettoneugeldern von 17 Mrd CHF im ersten Quartal sei die Grossbank organisch sehr stark gewachsen und auf diesem Weg wolle man vor allem weitergehen, sagte Konzernchef Brady Dougan am Dienstag im Video-Interview.

Dass die CS die Kernkapitalquote im ersten Quartal nicht verbessern konnte, erklärte Dougan vor allem mit "technischen Gründen". Grundsätzlich habe man "viele Fortschritte" bei der Reduzierung des Leverage Exposure gemacht: "Ich denke, dass wir aus dem laufenden Geschäft ziemlich viel Kapital schaffen können. Eine Kapitalerhöhung sollte daher nicht nötig sein."

Natürlich schaue sich das CS-Management kleinere potentielle Übernahmekandidaten an, der grösste Teil des Wachstums dürfte allerdings organisch sein, so Dougan. Die Frage, ob Julius Bär ein Übernahmeziel sein könnte, beantwortete er nicht direkt, meinte aber: "Grössere Akquisitionen sind ziemlich unwahrscheinlich."

Was er nach seiner Zeit bei der Credit Suisse, die Ende Juni abläuft, machen wird und wann genau die Übergabe an seinen designierten Nachfolger Tidjane Thiam erfolgen soll, erzählt Dougan im Video-Interview.

(Mit Material von AWP)