Gurit justiert die Prognosen

Der Spezialkunststoff-Hersteller Gurit hat mit den Umsatzzahlen zum diritten Quartal die Erwartungen der Analysten verpasst. Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2016 passt das Unternehmen leicht an.
21.10.2016 18:52
Gurit stellt Bestandteile für die Herstellung von Windrädern her.
Gurit stellt Bestandteile für die Herstellung von Windrädern her.
Bild: Pixabay

Gurit hat in den ersten neun Monaten des Jahres den Umsatz um 1,3% auf 272,8 Mio CHF gesteigert, entsprechend einem Plus von 2,9% in lokalen Währungen. Im dritten Quartal ergab sich ein gegenüber der Vorjahresperiode ein Minus von 1% auf 90,5 Mio, wie Gurit am Freitagabend mitteilte. Mit dem Quartalsumsatz hat Gurit die Erwartungen der Analysten um rund 3% verpasst. Der AWP-Konsens lag bei 93,4 Mio CHF.

Die grösste Sparte Composite Materials (Windenergie und übrige Materialmärkte) verzeichnete einen Umsatzrückgang um 0,1% auf 205,2 Mio CHF (LW +0,6%). Dieser Rückgang sei hauptsächlich auf die schwächere Nachfrage in der chinesischen Windenergieindustrie zurückzuführen, wobei das Vorjahr ein Rekordjahr gewesen sei. Der Windenergieumsatz reduzierte sich um 3,2% auf 112,6 Mio (LW -2,7%), wogegen der zweite Subbereich, andere Materialmärkte, um 4,0% auf 92,6 Mio CHF zulegte (LW +4,8%).

Composite Components (Automobilkomponenten, Busteile und Structural Engineering) erlebte einen Einbruch um über 38% auf noch 12,8 Mio CHF (LW -34,5%). Der Rückgang resultierte aus dem termingerechten Auslaufen von Verträgen im Verlauf des Geschäftsjahrs 2015, was aber bereits bekannt war. Bereits 2015 sei zudem ein neuer Grossauftrag gewonnen worden. Zudem sei man positiv, weitere neue Projekte gewinnen zu können, da die Nachfrage inzwischen stärker sei als noch 2015.

Der Geschäftsbereich Tooling erzielte schliesslich einen markanten Umsatzanstieg um gut 27% auf 54,8 Mio CHF (LW +32%), was auf die gute Nachfrage zurückgeführt wird.

Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr 2016 passt das Unternehmen leicht an. Neu wird ein Umsatz auf dem Vorjahresniveau erwartet, nachdem im August noch ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden war. Die Betriebsgewinnmarge dürfte dafür das obere Ende des Zielkorridors von 8 bis 10% übertreffen; bisher hiess es, es werde mit eine Marge innerhalb dieser Bandbreite gerechnet.

(AWP)