Halbjahresbilanz - Swisscom-Zahlen überzeugen - Aktie gibt trotzdem nach

Die Aktien von Swisscom gehören im frühen Handel in einem schwachen Gesamtmarkt zu den etwas schlechteren Titeln.
17.08.2017 10:40
Vor allem der Halbjahresgewinn des Swisscom überzeugt die Analysten.
Vor allem der Halbjahresgewinn des Swisscom überzeugt die Analysten.
Bild: Bloomberg

Der Telekom-Riese überzeugt die Experten insbesondere mit dem im ersten Semester erwirtschafteten EBITDA. Das Kostenprogramm zeigt deutliche Wirkung. Aber auch die italienische Tochter Fastweb macht erneut Freude.

Swisscom notieren um 10.40 Uhr 0,7 Prozent tiefer bei 475,30 Franken. Damit stehen die Aktien mittlerweilen im unteren Teil des Bluechips-Klassements. Damit sind sie gegenüber den im frühen Handel erzielten Tageshöchstkursen - das Tageshoch betrug 482,80 Franken - deutlich zurückgekommen. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI steht zur Berichtszeit 0,7% im Minus.

Die Analysten zeigen sich in ihren ersten Einschätzungen angetan vom Swisscom-Halbjahresausweis. Barclays spricht beispielsweise von einem "beeindruckenden" Resultat. Für die ZKB konnte die Swisscom auf Stufe EBITDA gar "brillieren". Etwas zurückhaltender gibt sich die UBS, die von einem "soliden" EBITDA im zweiten Quartal spricht.

Gewinn deutlich über Schätzungen

Während der Umsatz die durchschnittlichen Erwartungen gerade eben erreichte, liegen die Gewinnzahlen deutlich über den Schätzungen. Wohl ist darin eine Entschädigung aus einem Rechtsverfahren bei der italienischen Tochter Fastweb in Höhe von 102 Millionen enthalten. Doch auch unter Ausklammerung dieses Einmalfaktors blieb der EBITDA knapp 3% über dem Konsens, loben UBS und ZKB.

Strikte Kostenkontrolle sowie die Auswirkungen des Effizienzprogramms zeigen ihre Wirkung, heisst es dazu bei Vontobel. Für Jeffries ist das Kostenspar-Momentum nun evident.

Überzeugt hat wie schon im ersten Quartal die italienische Tochter Fastweb. Diese blieb komfortabel über den Erwartungen, was das gute Momentum unterstreiche, heisst es dazu bei Vontobel.

Im Heimmarkt Schweiz entwickelten sich die Bundle-Angebote weiter positiv. Stärker als zum Beispiel von der UBS befürchtet fiel dagegen der Rückgang im Bereich Festnetz aus.

Mit Blick nach vorne bleiben für Vontobel die Bundle-Angebote sowie Innovationen die hauptsächlichen Wachstumstreiber. Das Bestreben von Swisscom, den eigenen Marktanteil zu verteidigen, erachtet Vontobel als richtig, auch wenn dies mit Kosten verbunden ist.

Für die ZKB ist Swisscom klar auf Kurs, den eigenen Ausblick zu erreichen.

(AWP)