Halbleiterhersteller - AMS macht mehr Umsatz, schreibt aber rote Zahlen

Der Halbleiterhersteller AMS hat im zweiten Quartal 2017 deutlich mehr Umsatz erzielt, unter dem Strich aber rote Zahlen geschrieben.
24.07.2017 18:45
AMS-Logo auf dem Firmensitz.
AMS-Logo auf dem Firmensitz.
Bild: ZVG

Die Erlöse nahmen zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37% auf 181,5 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. AMS hatte Verkäufe im Wert zwischen 174 bis 181 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Sämtliche Endmärkte hätten nun zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, wurde betont.

Die Bruttogewinnmarge (bereinigt) bildete sich jedoch auf 41% von 56% deutlich zurück. Der EBIT (bereinigt) kam in der Folge mit 1,3 Millionen Euro nur knapp im schwarzen Bereich zu liegen, und das Reinergebnis fiel mit -17,8 Millionen Euro sogar klar negativ aus. Der erwartete Rückgang der Profitabilität spiegle die Unterauslastung der erweiterten Fertigungskapazität der gekauften Firma Heptagon wider, heisst es zur Begründung.

Die von AMS vorgelegten Zahlen haben die Prognosen der Analysten beim Umsatz leicht übertroffen, beim Gewinn jedoch verfehlt. Die Experten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 177,8 Millionen Euro, einem EBIT von 2,2 Millionen und einem Reinverlust von 12,3 Millionen gerechnet.

Management von markant anziehenden Verkäufen überzeug

Im laufenden dritten Quartal erwartet AMS nun eine "erhebliche Aufwärtsdynamik". Der Hochlauf neuer optischer Lösungen im Consumer-Geschäft beginne sich auszuwirken, so das Management. Auf Basis eines derzeitigen EUR/USD-Wechselkurses von 1,16 wird ein Umsatz von 260 bis 290 Millionen Euro angepeilt. Im gesamten zweiten Halbjahr wird zudem eine "Rekordentwicklung" mit einem "erheblichen sequentiellen Umsatzwachstum im vierten Quartal mit einer erwarteten Wachstumsrate des Umsatzes in der Grössenordnung der erwarteten Wachstumsrate vom zweiten zum dritten Quartal" in Aussicht gestellt. Die bereinigte operative Ergebnismarge soll sich dabei im dritten Quartal auf über 10% verbessern.

Ausserdem erhöht das Management seine Mittelfristziele. Für den Zeitraum 2016 bis 2019 wird nun eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 40% angestrebt (bislang 30%). Die EBIT-Marge (bereinigt) soll dabei ab 2019 unverändert bei 30% zu liegen kommen.

(AWP)