Halbleiterhersteller AMS senkt die Dividende

AMS hat im Schlussquartal 2016 im Rahmen der eigenen Prognosen abgeschnitten und weist nun für das Gesamtjahr einen deutlich tieferen Umsatz und Gewinn aus.
07.02.2017 07:58
Firmenhauptsitz von AMS in Unterpremstätten.
Firmenhauptsitz von AMS in Unterpremstätten.
Bild: iNg

Die Aktionäre müssen sich auf eine geringere Ausschüttung einstellen. Für das laufende Jahr ist das Management zuversichtlich, wobei die Profitabilität zu Jahresbeginn jedoch tief sein wird.

Beim Jahresumsatz büsst AMS 12% auf 549,9 Mio EUR ein, wie das an der Schweizer Börse kotierte österreichische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Management schreibt von einer "soliden Geschäftsentwicklung" in Anbetracht des schwachen Marktumfeldes in den für AMS wichtigen Bereichen Smartphones und Elektronik.

Die Bruttomarge (bereinigt) lag bei 55% nach 56% im Vorjahr. Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT (bereinigt) ging um gut 40% auf 97,1 Mio EUR zurück und die entsprechende Marge auf 18% von zuvor 27%. Der Reingewinn sank derweil um 31% auf 102,9 Mio EUR. Als Folge sollen die Aktionäre nur noch eine Dividende von 0,30 Cent pro Aktie erhalten (VJ 0,51).

Ähnlich sind die Zahlen für das vierte Quartal. So nahm der Umsatz um 9% auf 133,6 Mio EUR ab, der EBIT (adj) halbierte sich in etwa auf 16,4 Mio, und der Reingewinn kam bei 13,7 Mio nach 30,6 Mio zu liegen.

Mit den vorgelegten Jahreszahlen hat das AMS-Management die Erwartungen der Analysten aber mehrheitlich übertroffen: Diese hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Jahresumsatz von 547,3 Mio, einem EBIT (adj.) von 95,7 Mio und einem Reingewinn von 93,2 Mio EUR gerechnet. Der Dividenden-Konsens lag bei 0,33 EUR.

Im Ausblick für 2017 gibt sich das Management zuversichtlich. Für den Konzernumsatz werde ein "hohes Wachstumspotenzial" gesehen, heisst es in der Mitteilung. Diese Zuversicht basiere auf der Erwartung, dass das bestehende AMS-Geschäft zulegen werde, aber auch das im Januar übernommene Heptagon-Geschäft.

Für das erste Quartal wird konkret ein Umsatz von 141 bis 148 Mio EUR in Aussicht gestellt. Wegen der bekannten negativen operativen Profitabilität des Heptagon-Geschäfts sei beim (bereinigten) EBIT hingegen nur mit einem Wert um die Gewinnschwelle zu rechnen.

(AWP)