Halbleiterhersteller - AMS übertrifft Erwartungen beim Reingewinn

AMS hat 2017 den Betriebsgewinn gesteigert, unter dem Strich aber weniger verdient.
06.02.2018 08:11
AMS-Logo am Firmensitz im österreichischen Unterpremstätten.
AMS-Logo am Firmensitz im österreichischen Unterpremstätten.
Bild: ZVG

Das operative Ergebnis auf Stufe EBIT (bereinigt) nahm markant auf 168,7 Mio von 97,1 Mio EUR zu, wobei die Marge bei 16% nach 18% zu liegen kam. Der Reingewinn sank derweil um knapp 14% auf 88,7 Mio EUR.

Gleichwohl sollen die Aktionäre eine höhere Dividende von 0,33 Cent pro Aktie erhalten (VJ 0,30), wie das an der Schweizer Börse kotierte österreichische Unternehmen am Dienstag mitteilt. Dies wird mit der Politik begründet, bei einer positiven Geschäftsentwicklung die Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr anzuheben.

Mit diesen Zahlen hat das AMS-Management die Erwartungen der Analysten beim operativen Gewinn und bei der Dividende in etwa erfüllt, beim Reingewinn sogar übertroffen: Die Experten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem EBIT (adj.) von 167,9 Mio, einem Reingewinn von 78,9 Mio EUR sowie einer Dividende von 0,34 Cent gerechnet.

Schon vor gut einer Woche hatte das Unternehmen Umsatzzahlen publiziert, welche das immense Wachstum belegen. So erzielte die Gesellschaft 2017 einen Umsatz von 1,06 Mrd EUR (+93%). Allein im vierten Quartal kamen die Verkäufe bei 470,3 Mio EUR zu liegen.

Begründet wurde dies in erster Linie mit einem gut laufenden Geschäft im Consumergeschäft - also Sensorlösungen, die zum Beispiel in Smartphones zum Einsatz kommen.

«Starkes zweites Semester»

Die Wachstumsgeschichte soll in ähnlichem Stil weitergehen. Für das erste Quartal 2018 stellt das Management einen Umsatz in der Grössenordnung von 440 bis 490 Mio USD in Aussicht, wobei eine (bereinigte) EBIT-Marge von 17% bis 20% angepeilt wird. Gleichzeitig erwartet das Management ein "sehr starkes zweites Halbjahr mit erheblichen sequentiellen Umsatzwachstumsraten in der zweiten Jahreshälfte ähnlich denen im vergangenen Jahr".

Dazu soll auch eine Übernahme beitragen. Um die Verbreitung von 3D-Gesichtserkennung zu beschleunigen, wurde laut den Angaben eine Vereinbarung zum Erwerb von KeyLemon unterzeichnet. Das Unternehmen sei ein führender Anbieter von Gesichtserkennungssoftware mit Sitz in der Schweiz, heisst es dazu. Weitere Angaben werden nicht gemacht.

Um seine Wachstumsmöglichkeiten zu realisieren, plant die Gesellschaft im laufenden Jahr zudem Gesamtinvestitionen von rund 600 Mio USD. Dabei werde auch eine Mittelbereitstellung von dritter Seite in Höhe von etwa 25% dieser Summe erwartet, heisst es weiter.

Vor gut einer Woche hatte das Unternehmen basierend auf einer "gestiegenen Visibilität" die Wachstumsprognosen für den Zeitraum 2016 bis 2019 angehoben. Neu wird eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 60% in Aussicht gestellt, bislang waren es "mindestens 40%" gewesen. Die Umsatzerwartung für das Jahr 2019 wird somit auf "mehr als 2,2 Mrd EUR" rsp. "mehr als 2,7 Mrd USD" beziffert. Unverändert sind die mittelfristigen Profitabilitätsziele. Es wird nach wie vor eine bereinigte EBIT-Marge von 30% ab 2019 angepeilt.

Ausserdem gibt das Unternehmen bekannt, dass es eine Zweitkotierung in Hongkong innerhalb der nächsten zwölf Monate erwägt. Begründet wird dies mit der steigenden Unternehmenspräsenz und des starken Wachstumspotentials in Asien sowie einer besseren Ansprache von Investoren.

(AWP)

 

Ausgewählte Produkte auf ams

Symbol Typ Coupon PDF
SARDJB Barrier Reverse Convertible 16.00% PDF
SAXCJB Barrier Reverse Convertible 14.65% PDF
SAWNJB Barrier Reverse Convertible 13.90% PDF

Investment-Ideen von Julius Bär