Hält die Ölschwemme bis 2017 an?

Die Ölschwemme auf den Weltmärkten wird sich nach Ansicht der Internationalen Energiebehörde IEA bis weit ins nächste Jahr hinziehen.
17.09.2016 10:05
Der tiefe Ölpreis hat viel mit der nachlassenden Nachfrage zu tun.
Der tiefe Ölpreis hat viel mit der nachlassenden Nachfrage zu tun.
Bild: Bloomberg

Dafür sei auch das gedrosselte Wachstum der weltweiten Nachfrage nach dem Rohstoff verantwortlich, schrieb die Behörde in ihrem Monatsbericht. Das Angebot dürfte damit weiterhin die Nachfrage übersteigen, zumindest bis in das erste Halbjahr 2017. Der Bericht belastete den Ölpreis: Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich im Laufe der zurückliegenden Woche unter 46 Dollar je Fass (159 Liter).

Der Agenturbericht lässt aufhorchen, da die IEA noch vor wenigen Wochen für die zweiten Jahreshälfte 2016 ein Ende des Überangebots vorausgesagt hatte. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) prognostiziert, dass der Druck auf die Ölpreise auch nächstes Jahr anhalten dürfte.

Sie geht davon aus, dass nicht dem Kartell angehörende Produzenten 2017 mehr Öl fördern werden als bislang angenommen. Hintergrund ist unter anderem ein Ölfeld, das in Kasachstan neu erschlossen werden soll.

(Reuters)