Hapoalim - Safra Sarasin übernimmt Privatkunden von israelischer Bank

Die Bank J. Safra Sarasin übernimmt das Private-Banking-Geschäft der israelischen Bank Hapoalim in der Schweiz und Luxemburg. Der Kaufpreis bewegt sich um 30 Millionen Franken.
03.10.2017 11:45
Der Sitz von J. Safra Sarasin in Basel.
Der Sitz von J. Safra Sarasin in Basel.
Bild: ZVG

Mit der Akquisition baue die Bank das weltweite Vermögensverwaltungsgeschäft aus und erhöhe den Marktanteil ihres Geschäfts in Israel, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Übernahme werde voraussichtlich im Laufe des ersten Halbjahres 2018 abgeschlossen, heisst es weiter. Sie stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden sowie weiterer Bedingungen.

Die Bank Hapoalim rechnet mit einem Verkaufserlös in der Region von 27 bis 33 Millionen Franken, wie diese in einem Bericht an die Tel Aviv Stock Exchange schreibt. Nach der Devestition werde das Institut keine bedeutenden globalen Private-Banking-Aktivitäten ausserhalb Israels mehr haben.

Noch keine Einigung im US-Steuerstreit

Die Aktivitäten in der Schweiz seien ohnehin bereits Mitte September eingestellt worden, so Hapoalim weiter. Mit diesem Schritt sollten die Compliance-Risiken der Gruppe mit Blick auf das laufende Verfahren der US-Behörden im Steuerstreit minimiert werden.

Hapoalim befindet sich in der Kategorie 1 des Programms des US-Justizministeriums zur Bereinigung des Steuerstreits. Dem Institut wird vorgeworfen, amerikanischen Kunden beim Verstecken von Konten vor den US-Steuerbehörden behilflich gewesen zu sein.

Dafür hat Hapoalim bereits Rückstellungen getätigt, diese reichen aber offenbar möglicherweise nicht aus. Es sei durchaus möglich, dass die Strafzahlung "deutlich" höher ausfallen werde und weitere Rücklagen nötig sein werden, schreibt die Bank in dem Bericht an die israelische Börse weiter.

(AWP)