Healthineers - Siemens will Medizintechnik an die Börse bringen

Siemens bringt seine Medizintechniksparte im kommenden Jahr an die Börse.
03.08.2017 07:34
Siemens-Gebäude in Steinhausen ZG.
Siemens-Gebäude in Steinhausen ZG.
Bild: cash

Die Erstnotiz solle mit dem Verkauf neuer Aktien an Anleger im ersten Kalenderhalbjahr 2018 erfolgen, teilte der Technologiekonzern am Donnerstag mit. Siemens äusserte sich damit erstmals zu Zeitplan und Form des bereits in Aussicht gestellten Börsengangs. Bisher stand auch im Raum, dass Siemens alternativ die neuen Aktien an die eigenen Investoren verschenken oder die Medizintechnik-Sparte mit einem bereits börsennotierten Unternehmen fusionieren könnte.

Während die Sparte mit dem Namen Healthineers im dritten Geschäftsquartal im Rahmen der Markterwartungen wuchs, schnitt der gesamte Siemens-Konzern schwächer ab als von Branchenexperten prognostiziert. Vorstandschef Joe Kaeser bekräftigte jedoch die Erwartung, dass der Konzernumsatz im gesamten Geschäftsjahr 2016/17 bis Ende September leicht wächst und das Ergebnis je Aktie auf 7,20 bis 7,70 Euro von 6,74 Euro im vergangenen Jahr steigt. Der Aufsichtsrat verlängerte Kaesers Vertrag nun vorzeitig bis zum Jahr 2021.

Healthineers steigerte den Quartalsumsatz um vier Prozent auf 3,36 Milliarden Euro, das Ergebnis kletterte um neun Prozent auf 579 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte auf vergleichbarer Basis um drei Prozent auf 3,46 Milliarden Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten einen Spartenumsatz von 3,38 Milliarden Euro und ein Ergebnis von 578 Millionen Euro erwartet.

Im Siemens-Konzern stiegen die Erlöse im abgelaufenen Quartal auf vergleichbarer Basis um drei Prozent auf 21,41 Milliarden Euro. Der Auftragseingang schrumpfte um neun Prozent auf 19,82 Milliarden Euro. Der Gewinn im Industriegeschäft legte um drei Prozent auf 2,25 Milliarden Euro zu. Analysten hatten mit einem Umsatz von 21,78 Milliarden Euro, einem Auftragseingang von 21,43 Milliarden Euro und einem Gewinn im Industriegeschäft von 2,41 Milliarden Euro gerechnet. Die Windkrafttochter Siemens Gamesa hatte bereits von rückläufigen Geschäften berichtet.

(Reuters)