Hiag verbucht weniger Gewinn

Die Immobiliengesellschaft Hiag Immobilien hat im ersten Semester 2016 zwar mehr eingenommen mit ihren Liegenschaften, unter dem Strich aber weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr.
05.09.2016 08:13
Eine Baustelle beim Eindunkeln.
Eine Baustelle beim Eindunkeln.
Bild: Pixabay

Der Liegenschaftsertrag stieg um 3,8% auf 26,1 Millionen Franken. Auf operativer Ebene wies das Unternehmen einen EBITDA von 24,0 Millionen nach 30,4 Millionen Franken im Vorjahreshalbjahr aus. Unter dem Strich resultierte ein um rund 11% tieferer Unternehmensgewinn von 21,6 Millionen Franken bzw. ein Gewinn pro Aktie von 2,70 Franken nach 3,02 Franken im Vorjahressemester. Die Neubewertungseffekte lagen derweil mit 7,4 Millionen Franken deutlich unter dem Vorjahreswert von 15,2 Millionen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte

Das Liegenschaftsportfolio war den Angaben zufolge per Ende Juni mit rund 1,23 Mrd Franken bewertet und damit gegenüber Ende 2015 (1,22 Mrd) praktisch unverändert. Die Leerstandsquote konnte in der Berichtsperiode um 0,1% Prozentpunkte auf 15,9% reduziert werden. Die Eigenkapitalquote betrug Ende Juni 54,6% nach 54,4% Ende 2015.

Mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet Hiag ein weiterhin tiefes Zinsumfeld, was die Nachfrage nach Immobilienanlagen insbesondere von institutioneller Seite befördert. Dies habe vor allem bei Wohnimmobilien "deutliche Auswirkungen" auf die Transaktionspreise und damit auf die Bewertungen der Immobilien. Das Unternehmen richte den Fokus auf organisches Wachstum im Portfolio und eine "kontinuierliche Steigerung des Liegenschaftsertrags".

Zudem sei man weiterhin auf der Suche nach Opportunitäten, die sich im gegenwärtig attraktiven Verkaufsumfeld bei nicht strategischen Objekten ergeben würden. Auch werden im Rahmen der Strategieumsetzung laufend Projekte geprüft, die den langfristigen Ausbau des Portfolios ermöglichen, heisst es weiter.

(AWP)