Hier sind die Skipässe am günstigsten

Wo lässt es sich am günstigsten die Ski-Pisten runtersausen? Ein deutsches Online-Reiseportal hat die Preise von 150 Skiregionen verglichen und stiess dabei auf Überraschendes, auch was die Schweiz betrifft.
24.01.2013 12:45
Von Frédéric Papp
Pulver gut, Piste teuer: In Norwegen müssen Wintersportler am meisten bezahlen.
Pulver gut, Piste teuer: In Norwegen müssen Wintersportler am meisten bezahlen.

Auch dieses Wochenende zieht es wieder viele Wintersportler in die Berge. Doch spätestens an der Skilift-Kasse vergeht so manchem angesichts der teuren Tarife die Freude am Skifahren. Im europäischen Vergleich geht es uns Schweizern allerdings nicht so schlecht: Am tiefsten in die Tasche greifen müssen die Norweger (siehe Tabelle).

Wer im skandinavischen Schnee seine Kurven ziehen will, muss durchschnittlich 46 Euro für eine Erwachsenen-Tageskarte hinblättern. Damit belegt Norwegen wie letztes Jahr den Spitzenplatz unter den 150 europäischen Skiregionen. Untersucht wurden die Preise vom deutschen Online-Reisebuchungsportal ab-in-den-Urlaub.de.

Im Nachbarland Schweden schlägt eine Tageskarte im Schnitt mit 40 Euro zu Buche und belegt damit den zweiten Rang unter den teuersten Skiregionen. Für eine Überraschung sorgt der dritte Podestplatz: Ausgerechnet im krisengebeutelten Italien müssen Erwachsene im Schnitt 39 Euro für einen Skipass lösen. Dies ist mehr als in der Schweiz mit einem Durchschnittspreis von 38 Euro – Platz vier der teuersten Skiregionen.

Preisrückgang in der Schweiz

Interessant ist auch, der Blick auf die Preisänderungen im Vergleich zur Vorsaison: Fast alle Skiregionen haben die Preise teilweise deutlich erhöht. Die Preisaufschläge reichen von 2 bis 29 Prozent. Nur zwei Skiregionen haben die Preise gesenkt. Dazu zählen Finnland und die Schweiz. Allerdings beläuft sich die Preissenkung auf moderate 1 Prozent.

Ein wichtiger Grund für die Preisreduktion liegt im starken Franken. Die ohnehin teure Schweiz wurde für ausländische Touristen mit der Frankenstärke noch teurer und wurde mehr und mehr gemieden. Laut dem Bundesamt für Statistik sanken die Logiernächte von Januar bis November 2012 schweizweit um 947000 Logiernächte oder rund 3 Prozent gegenüber derselben Vorjahresperiode. Und die ausländische Nachfrage registrierte knapp 18 Millionen Logiernächte und damit einen Rückgang von über 4 Prozent.

Graubünden am teuersten

Um dem Touristen-Schwund abzufedern, locken diverse Tourismusorte mit Preissenkungen und Spezialangeboten. Für etwas Entlastung an der Währungsfront sorgte der jüngste Kursrutsch des Frankens zum Euro. Am 18. Januar fiel der Franken auf 1,2570 in der Spitze. Aktuell liegt der Kurs bei rund 1,24 Franken pro Euro.

Die Preise sind aber je nach Ski-Region immer noch vergleichsweise hoch. Am teuersten ist der Skitag gemäss der Studie in der Region Graubünden mit einem Durchschnittstarif von 47 Euro – ein Euro mehr als im Wallis. Noch weniger kostet der Skiplausch im Berner Oberland, dem Tessin sowie der Zentral- und Ostschweiz mit Preisen zwischen 35 bis 41 Euro. Dafür ist auch das Pistenangebot kleiner.

Die teuersten Skiregionen Europas 

Land Durchschnittspreis Erwachsenen-Tageskarte (in Euro) Preisänderung zur Vorsaison (in %) 
Norwegen 46 +9
Schweden 40 +7
Italien 39 +4
Schweiz 38 -1
Liechtenstein 37 +2
Österreich 36 +2
Frankreich 32 +2 
Finnland 31 -1 
Slowakei 28 +29
Deutschland 23 +6
Tschechien 19 +8 

Quelle: ab-in-den-urlaub.de, 23.01.2013