Höhere KostenZuger Kantonalbank mit gleichbleibendem Gewinn

Die Zuger Kantonalbank (ZGKB) hat im ersten Semester zwar den Geschäftsertrag gesteigert, der Gewinn blieb aber auf Vorjahresniveau.
18.07.2017 07:21
Die Zuger Kantonalbank am Postplatz in Zug.
Die Zuger Kantonalbank am Postplatz in Zug.
Bild: ZVG

Zur Ertragssteigerung beigetragen hat in erster Linie das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, während das Zinsergebnis rückläufig war. Für das Gesamtjahr rechnet das Institut mit einem soliden Gesamtresultat im Rahmen des Vorjahres.

Den Geschäftsertrag erhöht die ZGKB um 1,5 Prozent auf 105,9 Mio CHF, wie dem am Dienstag veröffentlichten Semesterbericht zu entnehmen ist. Der Gewinn stagnierte indes mit 31,2 Mio auf Vorjahresniveau (31,3 Mio).

Margendruck im Zinsgeschäft

Dem Zinsengeschäft, dem Ertragspfeiler des Instituts, machten das Tiefzinsumfeld und der anhaltende Margendruck zu schaffen. Das führte zu einer Verminderung des Nettoerfolgs um 4,0 Prozent auf 74,4 Mio CHF. Zahlreiche Kunden hätten die für sie vorteilhaften Hypothekarzinsen genutzt und fällige Finanzierungen auf Festzinsbasis erneuert, schreibt das Institut hierzu.

Ein "sehr erfreuliches" Ergebnis habe dagegen das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erzielt, heisst es weiter. Dessen Erfolg erhöhte sich um rund 22 Prozent auf 19,4 Mio CHF. Dazu beigetragen hätten einerseits das freundliche Marktumfeld und die positiven Entwicklungen der Aktienmärkte, was zu einem höheren Courtagenertrag im ersten Halbjahr 2017 führte. Andererseits hätten die strategischen Massnahmen gegriffen und das Vermögensverwaltungsgeschäft gefördert, schreibt die ZGKB.

Im Handelsgeschäft blieb der Erfolg mit 8,8 Mio CHF (-0,3 Prozent) auf Vorjahresniveau. Der übrige ordentliche Erfolg erhöhte sich um 70 Prozent auf 3,2 Mio zu. Dabei habe vor allem die Vermietung der Geschäftsliegenschaft am Bahnhof Zug positiv zu Buche geschlagen.

Jubiläum verursacht Kosten

Der Geschäftsaufwand erhöht sich leicht um 0,6 Prozent auf 49,9 Mio CHF. Während der Personalaufwand mit 33,0 Mio (+0,1 Prozent) nahezu unverändert blieb, nahm der Sachaufwand bedingt durch zusätzliche Ausgaben im Jubiläumsjahr um 1,8 Prozent auf 16,8 Mio zu. Das Kosten/Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich somit auf 47,2 Prozent nach 46,9 Prozent Ende 2016.

Die Bilanzsumme der ZGKB expandierte gegenüber Ende 2016 um 0,6 Prozent auf 14,6 Mrd CHF. Die Kundenausleihungen erhöhten sich dabei um 0,4 Prozent auf 11,9 Mrd. Davon entfielen 11,3 Mrd (+0,4 Prozent) auf Hypothekarforderungen. Bei diesen konnten die aufgrund der Negativzinsen hohen Amortisationen durch neue Immobilienkredite kompensieren werden. Damit bleibe die Bank in der Wirtschaftsregion Zug führend bei den Immobilienfinanzierungen, hiess es.

Die Kundengelder stiegen in der Periode um 1,4 Prozent auf 9,2 Mrd CHF. Die Zuger Kantonalbank habe im ersten Halbjahr insgesamt ein "gutes Resultat" erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich das Institut zuversichtlich. Sofern sich die Verhältnisse an den Geld- und Kapitalmärkten nicht wesentlich verändern, geht die Zuger Kantonalbank von einem soliden Gesamtresultat im Rahmen des Vorjahres aus.

(AWP)