Hörgeräte - Sonova dank AudioNova-Zukauf deutlich gewachsen

Der Hörsystem-Hersteller Sonova ist im Geschäftsjahr 2016/17, das Ende März endete, akquisitorisch stark gewachsen.
16.05.2017 07:33
Firmen-Fahnen beim Hauptsitz von Sonova in Stäfa.
Firmen-Fahnen beim Hauptsitz von Sonova in Stäfa.
Bild: ZVG

Der Umsatz stieg um 15,6 Prozent auf 2,40 Mrd CHF. Das war zu einem grossen Teil dem Kauf des Retailers AudioNova zuzuschreiben. Das organische Wachstum habe bei 4,3 Prozent gelegen. Die Gewinnzahlen vermochten indes nicht ganz Schritt zu halten. Sonova begründet dies am Dienstag mit dem stärkeren Wachstum des Retailgeschäfts, das zwar eine höhere Bruttomarge ausweise. Aber die zugekaufte Audionova habe auch bei den Vertriebs- und Marketingkosten, sowie bei den Administrationskosten zu einem deutlichen Anstieg geführt.

So nahm zwar der Bruttoertrag um 20 Prozent auf 1,65 Mrd und die entsprechende Marge um 2,5 Prozentpunkte auf 68,9 Prozent zu. Der EBITA stieg um 7,5 Prozent auf 463,0 Mio CHF und unter dem Strich lag der Reingewinn bei 356,2 Mio CHF, das sind 3,0 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Bei einem Gewinn von 5,35 CHF pro Aktie schüttet Sonova seinen Aktionären eine Dividende von 2,30 CHF je Anteil aus.

Daneben publiziert Sonova "normalisierte" Zahlen, also die um Einmalkosten von 18,4 Mio CHF für die zugekaufte AudioNova bereinigten Werte. Dieser Berechnung zufolge stieg der EBITA um 12 Prozent auf 481,4 CHF; versprochen hatte Sonova ein Plus von 8 bis 12 Prozent in LW. Der "normalisierte" Reingewinn lag mit 371,5 Mio CHF um 7,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Gewinn-Prognose nicht erfüllt

Mit den Eckdaten hat Sonova die Konsenserwartungen bis auf den Gewinn erfüllt. Der Umsatz wurde gemäss AWP-Konsens auf 2,38 Mrd CHF geschätzt, der EBITA auf 457,6 Mio und der Reingewinn auf 359,3 Mio. Für den Gewinn je Aktie wurden durchschnittlich 5,34 CHF und für die Dividende 2,31 CHF veranschlagt.

Für das laufende Rechnungsjahr 2017/18 erwartet das Management ein Umsatzwachstum von 10 Prozent bis 12 Prozent und eine "normalisierte" EBITA-Steigerung von 10 Prozent bis 14 Prozent, jeweils in Lokalwährungen.

(AWP)