Hörgerätehersteller - Sonova mit Ergebnis unter den Erwartungen

Der Hörgerätehersteller Sonova hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres deutlich mehr umgesetzt und verdient. Die Konsenserwartungen des Marktes wurden damit jedoch nicht ganz erreicht.
13.11.2017 07:35
Lukas Braunschweiler wird als Sonova-CEO bald abtreten.
Lukas Braunschweiler wird als Sonova-CEO bald abtreten.
Bild: cash

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 17,1 Prozent auf 1,25 Milliarden Franken, in Lokalwährungen (LW) betrug das Wachstum 16,9 Prozent, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Vor allem die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) habe mit 34,6 Prozent ein starkes Wachstum beim Umsatz verzeichnet, erklärt Sonova in einem Communiqué weiter. So habe man in den meisten grossen europäischen Märkten wie Grossbritannien, Frankreich und Italien ein starkes organisches Wachstum erzielt. In Deutschland und den Niederlanden sei das Geschäft hingegen durch ein schwächeres Marktumfeld beeinträchtigt worden.

Der Bruttogewinn nahm um 22 Prozent auf 883,3 Mio zu. Die Steigerung ergab sich laut Mitteilung durch den höheren Anteil des Retailgeschäfts, eine Verbesserung der durchschnittlichen Verkaufspreise im Hörgeräte-Segment sowie kontinuierliche Effizienzverbesserungen. Umgekehrt habe man im Cochlea-Implantate-Segment niedrigere Margen hinnehmen müssen, insbesondere in Zusammenhang mit der staatlichen Ausschreibung in China.

Der "normalisierte" EBITA - exklusive Einmalkosten der Akquisition von AudioNova in der Höhe von 6,8 Mio Franken - stieg um knapp 17 Prozent auf 240,5 Mio, die entsprechende Marge blieb dabei unverändert bei 19,2 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn (ausgewiesen) von 176,2 Mio Franken.

Damit hat das Unternehmen die Konsenserwartungen des Marktes auf Stufe Umsatz und EBITA nicht ganz erreicht. Im Durchschnitt wurde mit einem Umsatz von 1,27 Milliarden bzw. einem EBITA von 255,2 Mio Franken gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2017/2018 bestätigt Sonova die Guidance. Das Management erwartet ein Umsatzwachstum von 10 Prozent bis 12 Prozent und eine "normalisierte" EBITA-Steigerung von 10 Prozent bis 14 Prozent, jeweils in Lokalwährungen. Dabei ausgeklammert sind die Einmalkosten, die durch Übernahme von AudioNova entstanden sind.

(AWP)