Hoffnung auf weniger Regulierung beflügelt Bankaktien

Die Hoffnung auf weniger strenge Regulierungen für die Finanzbranche durch die neue US-Regierung lässt die Aktien der Banken kräftig steigen.
10.11.2016 10:05
Spekulationen auf mehr Sculden und weniger Regulierung: Die Kurse der Bankaktien (im Bild UBS und CS am Paradeplatz in Zürich) schiessen europaweit in die Höhe.
Spekulationen auf mehr Sculden und weniger Regulierung: Die Kurse der Bankaktien (im Bild UBS und CS am Paradeplatz in Zürich) schiessen europaweit in die Höhe.
Bild: cash

Der Anteil der Credit Suisse klettert um 7,6 Prozent auf 13,99 Franken (Stand 10.00 Uhr). UBS legen um 6,5 Prozent zu auf 14,95 Franken. Auch die europäischen Bankaktien schiessen in die Höhe. Der europäische Branchenindex legt 3,7 Prozent zu.

"Man hofft, der neue Präsident trampelt nicht mehr so auf den Banken herum", sagt ein Händler. Die Marktteilnehmer rechneten damit, dass die Regierung von Donald Trump die Regulierungsvorschriften für die Branche nicht weiter verschärfen werde. "Man hofft gar eher auf Lockerungen", sagt der Händler.

Zudem lasse das Programm von Donald Trump, die Infrastrukturausgaben zu erhöhen und gleichzeitig die Steuern zu senken, eine höhere Verschuldung erwarten. "Das spricht für ein Anziehen der Teuerung und damit für höhere Zinsen", sagt ein Börsianer. Dies käme den Banken ebenfalls zugute.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen steigt deutlich über 2 Prozent. Das ist der höchsten Stand seit Mitte Januar.

(Reuters)