Hohe InvestitionenBLKB verdient operativ weniger

Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) hat im ersten Halbjahr 2017 nicht zuletzt wegen hoher Investitionen ein klar tieferes operatives Ergebnis erzielt.
18.07.2017 08:00
Die Basellandschaftliche Kantonalbank hat ihren Hauptsitz in Liestal.
Die Basellandschaftliche Kantonalbank hat ihren Hauptsitz in Liestal.
Bild: iNg

Der Geschäftserfolg bildete sich um 8,5% auf 85,9 Millionen Franken zurück. Unter dem Strich blieb ein um 0,9% tieferer Reingewinn von 52,5 Millionen Franken, wie das Institut am Dienstag mitteilte.

Rückläufig entwickelte sich auch das wichtigste Geschäft, das Zinsengeschäft, wo die Bank einen um 4,6% tieferen Nettoerfolg von 136,5 Millionen Franken erwirtschaftete. Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte die Kantonalbank dagegen den Erfolg um 10,0% auf 32,2 Millionen Franken erhöhen. Im Handelsgeschäft verdiente die Kantonalbank mit 8,8 Millionen (-5,3%) weniger als im Vorjahr.

Deutlich höher fiel der Geschäftsertrag aus, der um 6,6% auf 87,6 Millionen Franken zunahm. Dabei erhöhte sich der Personalaufwand um 3,1% auf 52,3 Millionen Franken, während der Sachaufwand um deutliche 13% auf 35,3 Millionen Franken anstieg. Der Anstieg des Geschäftsaufwandes sei auf die getätigten Investitionen in Technologien und Produkte, die Neuausrichtung des Niederlassungsnetzes sowie die Einstellung von Spezialisten zurückzuführen, begründet die BLKB den Anstieg.

Die Bilanzsumme der BLKB stieg gegenüber Ende 2016 um 0,7% auf 23,9 Mrd Franken. Die Hypothekarforderungen erhöhten sich zum Jahresende um 1,5% oder 262 Millionen Franken auf 17,8 Mrd Franken. Die gemeinsam mit der Online-Bank Swissquote vertriebenen E-Hypotheken hätten 33,1 Millionen Franken der Steigerung ausgemacht, heisst es. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen wuchsen um 2,4% auf insgesamt 16,1 Mrd. Die Kundenvermögen betrugen 19,5 Mrd, davon 3,0 Mrd in Verwaltungsmandaten.

Für das Gesamtjahr 2017 rechnet die Kantonalbank weiterhin mit einem Ergebnis, das leicht unter dem Vorjahr liegen wird. Zwar gehe sie von einem stabilen Umfeld in der Schweiz und einer weiteren Aufhellung der konjunkturellen Lage in der Eurozone aus, doch dürften die Schwankungen an den Finanzmärkten in den nächsten Wochen nicht gänzlich verschwinden, schreibt sie. Auch das Zinsumfeld dürfte in den kommenden Monaten "herausfordernd" bleiben.

(AWP)