Höherer Risikoappetit schiebt Metallpreise an

Eine höhere Risikofreude der Anleger hat die Nachfrage nach Industriemetallen am Dienstag angeheizt.
25.10.2016 13:32
Kupfer erlebt seit zwei Wochen einen Höhenflug.
Kupfer erlebt seit zwei Wochen einen Höhenflug.
Bild: Bloomberg

Kupfer verteuerte sich um bis zu 2,3 Prozent auf ein Zwei-Wochenhoch von 4742 Dollar je Tonne. Zink stieg um 2,7 Prozent auf 2372 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit drei Wochen. Auch Nickel und Aluminium legten jeweils um mehr als zwei Prozent zu.

Investoren spekulierten wohl auf eine generell höhere Nachfrage im Metallsektor, kommentierte Commerzbank-Analyst Eugen Weinberg. Zudem deckten sich Anleger, die auf fallende Preise gesetzt hatten, anscheinend wieder ein. Sich aufhellende Konjunkturdaten des Top-Rohstoffkonsumenten China stimmten zuversichtlich. "Wir halten die Preisrally jedoch für überzogen", konstatierte Weinberg. So hätten beispielsweise die Zinkschmelzen in China ihre Produktion zuletzt wieder stark ausgeweitet.

Die ebenfalls anziehende Fertigung der chinesischen Stahlkocher schob die Preise für Eisenerz an. Der chinesische Terminkontrakt legte rund sechs Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren zu. 

(Reuters)