Holcim mit durchzogenem Quartalsausweis

Der Zementhersteller Holcim hatte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 2014 mit Währungseffekten zu kämpfen. An der bisherigen Prognose für das laufende Jahr wird festgehalten.
28.04.2014 07:40
Das erste Quartal verlief für Holcim nicht wunschgemäss.
Das erste Quartal verlief für Holcim nicht wunschgemäss.
Bild: Bloomberg

Der auf vergleichbarer Basis höherer Umsatz führten zu einem deutlichen Anstieg des Betriebsgewinns, wie Holcim am Montag mitteilte.

Der Nettoverkaufsertrag sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5,4% auf 4,09 Mrd CHF. Auf vergleichbarer Basis resultierte jedoch ein Plus von 7,8%. Der betriebliche EBITDA um sank um 5,1% auf 617 Mio, was auf vergleichbarer Basis einem Plus von 10% entspricht. Dies führte zu einer entsprechenden Marge von 15,1%, nach 15,0% im Vorjahreszeitraum.

Auf Stufe Betriebsgewinn weist Holcim einen Anstieg um 9,3% auf 295 Mio CHF aus. Unter dem Strich resultierte im ersten Quartal ein mehr als halbierter Reingewinn nach Minderheiten von 80 Mio CHF (VJ 187 Mio). Im Vorjahr hatte ein Veräusserungsgewinn das Ergebnis anschwellen lassen.

Damit hat das Unternehmen die Erwartungen beim Umsatz und betrieblichen EBITDA verfehlt, bei Betriebs- und Reingewinn jedoch erreicht. Die Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 4,14 Mrd CHF, einem Betriebsgewinn (EBITDA) von 637 Mio, einem EBIT von 284 Mio und einem Reingewinn von 82 Mio gerechnet.

Die Verkaufsvolumen auf vergleichbarer Basis stiegen in allen Segmente, schreibt Holcim weiter. Besonders starke Ergebnisse wurden in Europa verzeichnet, wo das milde Wetter für eine rege Bautätigkeit sorgte. Die Marktlage in Indien habe sich stabilisiert, sodass das Niveau bei den Zementvolumen gehalten werden konnte. Mexiko erholte sich schrittweise von den tiefen Volumen des zweiten Halbjahres 2013. Auf vergleichbarer Basis nahm der Nettoverkaufsertrag in allen Regionen zu, so das Unternehmen.

Das Kostensenkungsprogramm "Holcim Leadership Journey" sei erneut der wesentliche Treiber der soliden betrieblichen Ergebnisse des Konzerns gewesen und weiter auf Kurs, so der Zementhersteller weiter. Im ersten Quartal 2014 habe das Programm insgesamt 237 Mio CHF zum Betriebsgewinn beigetragen.

An der bisherigen Prognose für das laufende Jahr wird festgehalten. Für 2014 rechnet der Konzern mit einem organischen Wachstum beim Betriebsgewinn und einer Verbesserung auf operativer Ebene und einem steigenden Zementabsatz.

(AWP)